Bürgermeister Walter Glänzer legt einen ausgeglichenen Haushalt für Neuenstein vor

Es bleibt ein Überschuss

Gittersdorf. Einen ausgeglichenen Haushalt hat Bürgermeister Walter Glänzer am Donnerstagabend dem Neuensteiner Parlament bei dessen Sitzung in Gittersdorf vorgelegt. Läuft alles nach Plan, dann wird bei Einnahmen von 5,466 Millionen Euro sogar ein Überschuss von knapp 34 000 Euro erwirtschaftet. Die Steuerhebesätze bleiben unverändert. Sie liegen mit 330 Prozent für die Grund- und 350 Prozent für die Gewerbesteuer 150 Prozent unter dem Kreisdurchschnitt, betont Glänzer.

Die Einnahmen:

Größter, zugleich aber auch unsicherster Posten auf der Einnahmeseite ist die Gewerbesteuer. Die Gemeinde Neuenstein erwartet in diesem Jahr nach den bisher bekannten Zahlen 1,6 Millionen Euro. Läuft es aber bei einer der im Gemeindegebiet ansässigen Firmen, vor allem bei einem der großen Logistik-Unternehmen, schlecht, dann kann auch schnell eine größere Summe fehlen. So geschehen vor zwei Jahren. Weitere große Einnahmequellen sind der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (1,13 Millionen Euro), die öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelte (Wasser-, Abwasser- und sonstige Gebühren mit 753 000 Euro), Schlüsselzuweisungen des Landes 484 000 Euro) Grundsteuer A und B (245 000 Euro) oder Zuschüsse und Ausgleichsleistungen (195 000 Euro).

Die Ausgaben:

Größter Ausgabeposten in Neuenstein sind die Personalkosten, die mit 1,242 Millionen Euro 23 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen. Sie haben sich im vergangenen Jahr wegen der Eröffnung der Kinderkrippe um 80 000 Euro erhöht. Fast ebenso hoch ist der Betrag, den die Gemeinde an den Landkreis als Kreisumlage bezahlt (1,14 Millionen Euro). Dazu kommen 442 000 Euro an Schulumlage. Von der Gewerbesteuer fließen 316 000 Euro ans Land als Gewerbesteuerumlage. Für Sach- und Dienstleistungen – dazu gehören auch Reparatur- und Sanierungsarbeiten an bestehenden Gebäuden und Einrichtungen – sind 933 000 Euro eingeplant, für Abschreibungen 927 000 Euro.

Die Investitionen:

• Für die grundlegende Erneuerung des Dorfgemeinschaftshauses Gittersdorf sind 200 000 Euro eingeplant. Dafür gibt es bereits eine Förderzusage des Landes aus der Dorferneuerung. Außerdem wollen sich auch die Vereine nicht nur mit Eigenleistungen, sondern auch finanziell am Umbau beteiligen.

• Mit 100 000 Euro beteiligt sich Neuenstein an der Sanierung des Hochbehälters Frauenberg.

• 130 000 Euro sind in diesem Jahr für eine Anlage zur Klärschlammtrocknung vorgesehen.

• Der Abriss des ehemaligen Raiffeisenwarenlagers in Obergeis und der Neubau von Parkplätzen für die Mehrzweckhalle ist mit 40 000 Euro veranschlagt.

Insgesamt sind knapp 600 000 Euro an Investitionen eingeplant.

Die Schulden:

Die Gemeinde Neuenstein will in diesem Jahr ein Darlehen von 235 000 Euro aufnehmen, um ihre Investitionen zu finanzieren. Gleichzeitig werden 260 000 Euro an Schulden getilgt. Die Gemeinde entschuldet sich also um 25 000 Euro. Der Gesamtkredit liegt bei 5,95 Millionen Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1715 Euro.

Von Christine Zacharias

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