Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir besucht die Gemeinde Ludwigsau – Baubeginn für Kraftwerk ungewiss

Bevölkerung rechtzeitig einbinden

Wo fließt der Strom? Auf einer Karte zeigte Bürgermeister Thomas Baumann (rechts) dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen-Fraktion im Hessischen Landtag, Tarek Al-Wazir, welche Varianten für die Hochspannungstrasse nach Mecklar derzeit geprüft werden. Foto: Eisenberg

Friedlos. Einen Termin, zu dem die Bagger anrücken und mit dem Bau eines Gasturbinenkraftwerk im Industriegebiet Mecklar-Meckbach beginnen, nannte Dong-Energy Vorstand Matthias Wendel gestern nicht. Sein Unternehmen hole derzeit die Genehmigungen ein.

Wendel war ins Fuldatal gekommen, um mit dem Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir über den Sachstand des Kraftwerksprojekts zu sprechen. Der Spitzenkandidat der hessischen Grünen bei der Landtagswahl 2009 legte auf seiner Sommertour einen Stopp in Ludwigsau ein. Die Region sei dabei aus mehrfacher Hinsicht interessant: Gaskraftwerke seien als Reserve für eine stabile Energieversorgung in Zeiten erneuerbarer Energien notwendig. In diesem Zusammenhang sprach sich Al-Wazir für klare Rahmenbedingungen für die Einspeisung und Vergütung des Stroms aus diesen Anlagen aus. Nur so sei die Investitionssicherheit für die Betreiber solcher Anlagen gewährleistet.

Zudem informierte sich Al-Wazir über die Forschungen des Fraunhofer-IWS-Institutes am Landwirtschaftszentrum Eichhof zum Power-to-Gas-Projekt, welches die Kopplung von Strom- und Gasnetz ermöglichen soll. Beim Bau neuer Stromleitungen wie der Hochspannungstrasse Wahle-Mecklar setzt Al-Wazir auf frühzeitige Bürgerbeteiligung.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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