Alt-Sportler des TSV Bebra erhalten Einblicke in das Geschäft eines Paketdienstleisters

50+ zu Besuch bei GLS

Unterwegs: Die Senioren 50+ des TSV Bebra besichtigten GLS in Neuenstein. Foto: nh

Neuenstein. Die Senioren 50+ des TSV Bebra haben den zentralen Umschlagspunkt (ZUP) des internationalen Paketdienstleisters GLS in Neuenstein- Aua besichtigt. GLS ist der drittgrößte Paketdienstleisters in Deutschland.

In Neuenstein werden jede Nacht von Montag bis Freitag in der Zeit von 19 bis 2 Uhr im Durchschnitt 270 000 Pakete sortiert und zu den GLS Depots weitergeleitet. Etwa 250 Lkw mit den GLS- Containern, liebevoll auch Koffer genannt, laufen jede Nacht GLS Neuenstein an. Niederlassungsleiter Thomas Wenzel führte die Gruppe zwei Stunden und erläuterte die Betriebsabläufe.

Sieben Kilo im Schnitt

Ein Team von drei Mitarbeitern lädt in jeder Schicht fünf Container mit je circa 500 Paketen ein und aus. Das durchschnittliche Gewicht eines Paketes beträgt sieben Kilogramm. Förderbänder, von Hochleistungsrechnern gesteuert, sorgen dafür, dass ein Paket vom Verlassen des ankommenden Container bis zum Einladen in den Versandcontainer nur drei Minuten benötigt. „Eine beeindruckende Besichtigung, die aber auch die negativen Folgen der Liberalisierung des Brief- und Paketdienstes aufzeigt“, sagte Günther Kinscher von den Senioren 50+.

Die Löhne für die schwere Arbeit lägen auf dem Niveau des geltenden Mindestlohns. Nachtzuschläge brächten eine leichte Erhöhung.

Zu- und Auslieferung der Pakete werde über Dritte abgewickelt. Früher lieferte die Bundespost alle Briefe und Pakete aus. Heute tummelten sich an manchen Tagen bis zu sieben verschiedene Paketdienstleister in einem Bezirk um dort vielleicht ein Paket auszuliefern.

„Welch ein Verschleudern von Ressourcen was aus ökologischen und ökonomischen Gründen nicht nachvollziehbar ist“, führte Kinscher weiter aus. (red/rey)

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