Fahrgastverband warnt vor zu früher Festlegung auf eine Variante

Pro Bahn: Korridor statt nur eine Trasse

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urn:newsml:dpa.com:20090101:131104-90-010508

Hersfeld-Rotenburg. Der Fahrgastverband Pro Bahn warnt vor einer zu frühen Festlegung für die Streckenführung der ICD-Trasse in Richtung Thüringen. Nicht hinnehmbar sei, dass sich der aktuelle Entwurf des Bundesverkehrswegeplans auf die Trasse Kirchheim-Blankenheim festlege. Auch die seit langem diskutierte „Niederaulaer Kurve“ müsse weiterhin Bestandteil eines Prüfungsverfahrens bleiben. Beide Trassenführungen sind in der Region umstritten.

Pro Bahn schlägt nun vor, im Bundesverkehrswegeplanlediglich einen „Korridor“ festzulegen, in dem eine Ausschleifung von der bestehenden Schnellfahrstrecke zwischen Fulda und Kassel als Realisierung festgeschrieben wird. Dieser Korridor müsse den gesamten Bereich zwischen der Mengshäuser Kuppe südlich von Niederaula bis hin zu einer West-Ost-Achse in einer Höhe von Ober- und Niederthalhausen umfassen. In diesem Korridor müssten alle möglichen Varianten auf ihre Realisierbarkeit geprüft werden, fordert Pro Bahn in einer Pressemitteilung.

Unterdessen wächst in der Region der Widerstand gegen eine Bahntrasse durch das Geistal. Heute treffen sich dazu in Bebra Vertreter von Bürgerinitiativen und Bürgermeister der betroffenen Gemeinden mit dem Staatssekretär im Verkehrsministerium Norbert Bartle und dem Konzernbevollmächtigten der Bahn Klaus Vornhusen. (kai)

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