Große Reinigungsaktion der Neuensteiner Ehrenamtlichen vor den Totengedenktagen auf dem Friedhof in Obergeis

Ein Aushängeschild für das Dorf

Alle packen mit an: Gemeinsam arbeiten die Obergeiser daran, wenn es gilt, ihren Friedhof in Ordnung zu bringen. Foto: nh

Obergeis. Das Sterben eines Menschen bedeutet für dessen Angehörige und Freunde einen tiefen Einschnitt in ihr Leben. Nichts ist so endgültig wie der Tod. In keinem Augenblick erfährt sich der Mensch so machtlos und ausgeliefert wie angesichts der „todsicheren“ Tatsache seiner eigenen Vergänglichkeit.

Insofern darf wohl mit Recht gesagt werden, dass es zu den wichtigsten Aufträgen der Kirche und damit auch der Christen gehört, Menschen zu trösten und ihnen Zuversicht über den Tod hinaus zu geben.

Ein Ort für die Trauer

Neben der Begleitung von Trauernden müssen Menschen zudem einen Ort haben, der Anlaufstelle für die eigene Trauer ist und zugleich die zentrale christliche Hoffnung vermittelt, dass mit dem Tod eben nicht alles vorbei ist. Die Friedhöfe öffnen solche friedvollen Räume für Trauer und Hoffnung, an denen man Menschen begegnet, die trauern, die sich liebevoll um die Gestaltung der Gräber ihrer Verstorbenen kümmern.

Im Kirchspiel Neuenstein gibt es acht Friedhöfe mit der Besonderheit, dass sie alle in kirchlicher Trägerschaft sind. Ehrenamtliche kümmern sich nicht nur um die Verwaltung. „Für uns ist der evangelische Friedhof ein Aushängeschild für das Dorf“, sagt Erich Möhl aus Obergeis. Vor dem Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag sind Jung und Alt wieder gemeinsam unterwegs bei den Friedhofsaktionen. Für den dreijährigen Henry Austermühl aus Gittersdorf war es genauso eine Selbstverständlichkeit mitzuhelfen wie für den Konfirmanden Tim Schade oder die Kirmesburschenschaft aus Obergeis.

Generationen verbunden

„Die ehrenamtliche Arbeit auf unseren kirchlichen Friedhöfen verbindet alle Generationen“, freut sich Latoya Bodes aus dem Vorstand der Kirmesburschenschaft. Auch die beiden Neuensteiner Pfarrer Florian Wagner und Michael Zehender sind dankbar für das große Engagement: „Die vielen freiwilligen Helfer sorgen dafür, dass unsere Friedhöfe als Orte der Trauer und des Trostes erhalten werden.“ (red/zac)

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