Bürgermeister Glänzer stellt Neuensteiner Haushalt 2014 vor

Ausgleich nur mit Griff in die Rücklage

Gittersdorf. Die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde Neuenstein sichern, das sieht Bürgermeister Walter Glänzer als oberste Aufgaben aller Verantwortlichen. Dazu gehört, so erläuterte der Bürgermeister bei der Vorstellung des Haushaltsplanes für das laufende Jahr, dass eine Gemeinde Arbeitsplätze und Freizeitangebote bietet, bezahlbaren Wohnraum und Bauplätze, eine gut ausgebaute und doch bezahlbare Infrastruktur und gute Standortbedingungen für Betriebe. Eine zukunftsfähige Gemeinde, so Glänzer, müsse kinder- und familienfreundlich sein, gute Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten vorhalten, sich um ihre Senioren und Menschen mit Behinderungen kümmern.

„Wir sind bei vielen Themen auf einem guten Weg“, zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich. Besonders stolz ist er darauf, dass die Gemeinde Neuenstein besonders günstige Bedingungen für Familien bietet. Wer hier baut und lebt, spart im Vergleich zu Familien in vergleichbaren Kommunen mehr als 800 Euro im Jahr.

Auch in diesem Jahr, so betonte Glänzer, sollen die Sätze für Grund- und Gewerbesteuer unverändert bleiben. Und mit ihren Gebühren für Wasser, Abwasser und die Kindertagesstätten gehört die Gemeinde Neuenstein, trotz einer Anhebung im vergangenen Jahr zu den günstigsten im Landkreis.

Um weiterhin günstige Rahmenbedingungen gewährleisten zu können, benötigten die Gemeinden aber eine auskömmliche Gemeindefinanzierung durch Bund und Land und verlässliche Steuereinnahmen. Die kann die Gewerbesteuer mit ihren starken Schwankungen nicht gewährleisten. Mehr als eine Million Euro Gewerbesteuerrückgang, so wie im vergangenen Jahr, sei nicht einfach zu kompensieren, machte Glänzer deutlich. Der Haushalt für 2014 ist deshalb auch nicht ausgeglichen.

Das Defizit von 310 790 Euro wird jedoch über eine Entnahme aus der Rücklage ausgeglichen. „Erklärtes Ziel ist weiterhin die Vermeidung eines Haushaltssicherungs-Konzeptes, damit wir den notwendigen Gestaltungsspielraum für Projekte behalten“, betonte Glänzer. Eine verlässliche Einschätzung, wie sich die Erträge in den Unternehmen und damit die Gewerbesteuereinnahmen entwickeln werden, könne mittelfristig nicht abgegeben werden.

Einnahmen: 4,85 Millionen

In diesem Jahr rechnet die Gemeinde Neuenstein mit Gesamteinnahmen von rund 4,85 Millionen Euro. Davon müssen knapp 1,5 Millionen Euro an den Kreis als Kreis- und Schulumlage wieder abgeführt werden.

Investiert werden soll im kommenden Jahr unter anderem in die Sanierung des Sanitärtraktes und Außengeländes in der Kindertagesstätte Untergeis (50 000 Euro), in den Digitalfunk für die Feuerwehren (65 000 Euro), in die Fertigstellung der Kinderkrippe mit Außengelände in Untergeis (69 000 Euro) und zahlreiche weitere Vorhaben in der Gemeinde.

Der Haushaltsplan wird nun in den Ausschüssen beraten und in der nächsten Parlamentssitzung diskutiert und verabschiedet. Texte links

Von Christine Zacharias

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