MdB Heiderich zu Gast bei CDU Neuenstein

Arbeitsmarkt hat die oberste Priorität

Salzberg. Der Vorsitzende der CDU Neuenstein, Roland Urstadt, hatte, wie jedes Jahr, zum Jahresende nach Neuenstein Salzberg eingeladen. Er beleuchtete die kleinen und großen politischen Ereignisse des Jahres aus Sicht seiner Partei und ging vor allem auf das Thema Wahlen in Land und Bund ein. Die CDU sei an allen Regierungsbildungen beteiligt und könne so auch in den nächsten Jahren Politik aktiv mitgestalten, freute sich Roland Urstadt. Die neuen Konstellationen seien Herausforderung und Chance zugleich.

Vorwärtsgerichtet

Der Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich, ein gerne und oft gesehener Gast in Neuenstein, betonte, die Politik müsse vorwärtsgerichtet sein. Den Arbeitsmarkt mit der richtigen Politik unterstützen sei immer Ziel der CDU gewesen und dieses Ziel müsse auf jeden Fall erste Priorität haben, erklärte Heiderich.

Nur Vollbeschäftigung lasse viele Wünsche zu, die sich im Koalitionsvertrag wiederfinden. Auch die Rückwärtsbewegung bei der Rente mit 63 sei nur so zu finanzieren. In der Diskussion über Mindestlöhne hätten die Tarifpartner Zeit bis 2017 selbst die Dinge zu regeln, „dann allerdings greifen die festgeschriebenen Maßnahmen zur Sicherung des Mindestlohnes“, so Helmut Heiderich.

Den Arbeitsmarkt unterstützen, bedeute auch zu investieren, vor allem in die Verkehrsinfrastruktur sowie in Bildung, Forschung und Entwicklung. Nur mit gut ausgebildeten und innovativen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sei der hohe Wohlstand in Deutschland zu erhalten.

Auch auf das Thema Zuwanderung ging Helmut Heiderich ein. Ohne Zuwanderung sei der Arbeitsmarkt dauerhaft nicht zu bedienen. Die europäische Ebene gebe klare Reglungen für die Zuwanderung vor. Hier sei das Vorhandensein eines Arbeitsvertrages ein zentrales Kriterium.

Kritik an steigenden Kosten

Helmut Heiderich schloss mit seinem Lieblingsthema der Energiewende: Es sei vieles auf den Weg gebracht worden, das sich jetzt als teuer erweise. Als Beispiel nannte Helmut Heiderich die EEG-Umlage die im Jahr 2010 den Stromkunden acht Milliarden Euro kostete, im Jahr 2013 aber mit 24 Milliarden Euro eine Grenze erreicht habe, die nicht überschritten werden dürfte. „In anderen Ländern gingen die Energiekosten zurück während sie bei uns steigen. Das darf so nicht weitergehen“, erklärte Helmut Heiderich. (red/zac)

Kommentare