Sanierte Brücke ist heute für Lasten von 60 Tonnen ausgelegt – Kosten: 1,1 Millionen Euro

Abfallentsorgung stand auf dem Spiel

Friedlos. Seit 1903 überspannt die in monatelanger Arbeit sanierte und gestern wieder für den Verkehr freigegebene Brücke als Bogenbauwerk die Fulda. Seitdem haben Millionen Fahrzeuge die Brücke genutzt – und sie hat im Laufe der Jahre stark unter den größer gewordenen Lasten gelitten. Denn während bis zum Jahr 2005 nur Lastwagen mit maximal 30 Tonnen Gewicht zur Deponie fuhren, haben seitdem ungezählte Lkw mit 40 und mehr Tonnen Abfall das Entsorgungszentrum verlassen. Für diese Gewichte, die sich auf die rechte Fahrbahnseite der Brücke konzentrierten, war die Brücke nicht dauerhaft ausgelegt. Sie gab dem Druck nach: Die schweren Lasten haben von oben auf die Brückenfüllungen aus Sand gedrückt und der Sand versuchte, zur Seite auszuweichen.

„Ohne die Sanierung hätte die Brücke für den allgemeinen Verkehr gesperrt werden und der AZV hätte auf sein Entsorgungszentrum und seine Deponie verzichten müssen. Die zuverlässige Abfallentsorgung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg stand damit auf dem Spiel“, erklärte Künholz anlässlich der Wiederinbetriebnahme der sanierten Brücke. Sie ging auch auf die Eigentumsverhältnisse ein und begründete die Übernahme der Brücke durch den AZV: „Seit Einrichtung der Deponie auf dem Mittelrück in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ist die Brücke der entscheidende Zugang zur Deponie des Landkreises. Daher war es folgerichtig, dass der Kreis die Brücke von der Gemeinde Ludwigsau übernahm und sie an den AZV weitergab, der sich bei seiner Gründung in der Satzung bereit erklärt hatte, alle Pflichten des Kreises im Zusammenhang mit der Abfallentsorgung zu übernehmen“.

Heute sei die sanierte Brücke auf eine maximale Belastung von 60 Tonnen ausgelegt, betonte Künholz. (red/zac)

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