Mit dem langjährigen Beigeordneten aus Rohrbach wurden 37 weitere Kommunalpolitiker für ihr Engagement gewürdigt

Willi Kümmel ist Ehren-Ludwigsauer

Nahmen Wilhelm Kümmel in die Mitte: Parlamentsvorsteher Peter Schütrumpf und Bürgermeister Thomas Baumann. Fotos: Apel

Friedlos. Ein in Hessen höchstwahrscheinlich einmaliges kommunalpolitisches Urgestein ist am Montag nach 44 Dienstjahren Mitgliedschaft im Gemeindevorstand verabschiedet worden. Alleine 40 Jahre davon war er Erster Beigeordneter. Jetzt haben ihn Parlament und Exekutive verabschiedet und im Rahmen eines Festakts zum vierten Ehrenbürger der Gemeinde Ludwigsau ernannt.

Die Rede ist vom Rohrbacher Wilhelm Kümmel, der von allen eigentlich nur Willi genannt wird, der über vier Jahrzehnte hinweg die Bürgermeister Wilfried Blum und Thomas Baumann vertreten hat und der von 1972 an Begleiter und Förderer des Zusammenwachsens der von oben herab gegründeten, größten Flächengemeinde Hessens war. „Sie sind über Generationen zu einer Institution in unserem Gemeinwesen geworden, und Sie haben in herausragender Weise vorgelebt, was es bedeutet, Gemeinwohl nicht nur einzufordern, sondern vorzuleben“, betonte Bürgermeister Baumann in seiner Laudatio. Der Verwaltungschef lobte das gute Miteinander mit dem 75-Jährigen, Vertrautheit, Loyalität, die gegenseitige Akzeptanz und die Fähigkeit Kümmels, bei widerstreitenden Interessen zu vermitteln und sich für ehrliche Kompromisse einzusetzen. Weiter sagte der 60-Jährige: „Sie haben geleistet, was die Bürgerschaft von uns erwartet: nicht effektheischende Polarisierung, sondern kontinuierliches, zielgerichtetes, sauberes Arbeiten und Agieren!“

Sichtlich bewegt

Sichtlich bewegt nahm der 1999 mit dem Landesehrenbrief und 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Kümmel die Verleihung des Ehrenbürgerrechts und den im Stehen dargebrachten Applaus des gesamten Auditoriums, darunter auch Landrat Dr. Michael Koch und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Peter Schütrumpf, entgegen.

Aufruf zur Aufmerksamkeit

In seinen Dank schloss er sowohl die Weggefährten von der SPD-Fraktion als auch die Mitbewerber, mit denen es ein vernünftiges Miteinander gegeben habe, die Gemeindebediensteten und vor allem seine Ehefrau Heidi, die ihm den Rücken freigehalten habe, ein. Die Parlamentarier forderte er auf, die Problemfelder Hochspannungsleitung, Laugenleitung, Windräder, Schnellbahnabzweig, B-27-Umgehung und Industrieansiedlung im Auge zu behalten und sich stets für die Interessen der Bürger einzusetzen. ARTIKEL UNTEN

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