Grußworte und Fakten: Die Versammlung im Überblick

Kreisfeuerwehrverbandstag in Meckbach: Vorstand bleibt im Amt

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Der wiedergewählte Vorstand von links: Reinhold Axt, Thomas Schneemilch, Jürgen Richter, Thomas Daube, Julia Jakob, Elke Trinks, Tanja Dittmar, Thomas Specht, Marco Kauffunger, Bernd Spölstra und Helmar Klippert.

Meckbach. Zum Kreisfeuerwehrverbandstag trafen sich am Freitagabend 193 Delegierte aus den 151 Freiwilligen Feuerwehren und den drei Werksfeuerwehren des Kreises Hersfeld-Rotenburg. Das Wichtigste im Überblick:

Lob des Bürgermeisters

Bürgermeister Thomas Baumann freute sich, dass es bisher gelungen sei, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren zu sichern. Die Feuerwehren stünden den Bürgern bei Gefahr helfend zur Seite, oftmals auch mit dem Risiko, das eigene Leben zu gefährden. Die Brandschützer seien somit Vorbild für alle Bürger.

Wie schnelllebig die Zeit ist und welchen Entwicklungen die Feuerwehr folgen müsse, habe der Bürgermeister in den vergangenen Monaten persönlich erleben können. Ein Rettungssatz, der 1994 beschafft wurde, sei den gestiegenen Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr gewachsen.

Besonders bedankte sich Baumann bei allen, die sich in die Jugendarbeit aktiv einbringen und zur Nachwuchssicherung der Einsatzabteilungen beitragen.

Bei der Tagesalarmbereitschaft bezeichnete er die Ludwigsauer Wehren mit dem System der sogenannten Löschgruppen-Alarmierung als richtungsweisend, weil dadurch mehrere Ortsteilwehren alarmiert und eingesetzt würden, um so die Einsatzstärke gerade am Tage zu sichern.

3549 Einsatzkräfte

In den 151 Freiwilligen Feuerwehren sind zurzeit 3042 Männer und 300 Frauen aktiv gemeldet, berichtete der Vorsitzende Thomas Specht. Dazu kommen noch mal 151 Aktive in den Werkfeuerwehren. Diese hatten einen leichten Rückgang zu verkraften, während die Zahl der freiwilligen Brandschützer in den Kommunen gegenüber 2015 gestiegen sei.

Den Alters- und Ehrenabteilungen gehören 1897 Altgediente an. 11 000 Mitglieder zählen die Feuerwehrvereine.

Der demografische Wandel mache aber auch vor den Feuerwehren nicht Halt und so haben sich im Landkreis bereits fünf Wehren zusammengeschlossen. Specht rief zu noch mehr Mitgliederwerbung in den Gemeinden auf, vergaß aber auch den demografischen Wandel nicht.

Kritik und Neuerungen

Kritik übte Specht am dem immer mehr zunehmenden Verwaltungsaufgaben für die Führungskräfte. „Deswegen brauchen wir uns nicht wundern, wenn sich keine Führungskräfte mehr finden, so geschehen in zwei Orten“, klagte der Vorsitzende.

Neuerungen gibt es bei der Altersgrenze für Aktive: Diese können jetzt ab dem 65. bis zum 70. Lebensjahr in der Brandschutzerziehung, als Gerätewarte, bei der Ausbildung, der Jugendarbeit und der Verwaltungsarbeit eingesetzt werden, aber nicht mehr im Einsatzdienst. Als große Herausforderung, die mit Bravour gemeistert wurde, bezeichnete Thomas Specht den Aufbau der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Herkules Markt.

Jugend ist aktiv

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind zurzeit 84 Jugendfeuerwehren aktiv mit 293 weiblichen und 653 männlichen Mitgliedern. 50 Nachwuchskräfte wechselten zuletzt von den Kinder- in die Jugendwehren. Es gab aber auch 91 direkte Neueintritte.

Neben den bestehenden 35 Kindergruppen erhöhte sich die Zahl nochmals um 15 neu gegründete Gruppen auf nunmehr 50, in denen 121 Mädchen und 265 Jungen aktiv sind. Mit dieser sehr positiven Entwicklung sei man auf einem guten Weg zur Nachwuchssicherung.

Einstimmige Wiederwahl

Einstimmig wiedergewählt wurde der Vorstand des Verbands: Erster Vorsitzender Thomas Specht, Stellvertreter Thomas Daube und Marco Kauffunger, Schriftführer Helmar Klippert, Stellvertreter Reinhold Axt, Kassierer Thomas Schneemilch, Stellvertreter Jürgen Richter. Als Frauensprecherinnen werden den Vorstand zukünftig Ilona Müller, Julia Jakob und Elke Trinks unterstützen.

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