Über 230 Senioren ließen

Mit Extra-Dankeschön für die beiden Ältesten: Stellvertretender Parlamentsvorsteher Heino Stange (von links), die Ortsvorsteher Rudolf Röhling aus Gerterode und Wilfried Leiter aus Mecklar, Bürgermeister Thomas Baumann, Büroleiter Bernd Prokupek mit Anna Reich (98) aus Ersrode und Heinrich Vollmer (95) aus Friedlos. Fotos: Apel

Von Wilfried Apel Friedlos. Auf einem Blumenmeer nochmal den Tag der Tage leben, nur unterm Sternenzelt den Tanz der Tänze wagen. Gefühlvoll und stimmgewaltig singt der Gemischte Chor des Gesangvereins Liederkranz Friedlos. Andächtig und mit dem in über 75 Lebensjahren erworbenen Ernst hören die über 230 Ludwigsauer zu.

Auf Einladung des Gemeindevorstands sind sie zum 38. Seniorennachmittag ins Friedloser Bürgerhaus gekommen, um alte Bekannte wiederzusehen, Schwätzchen zu halten und es sich einen Nachmittag lang gut besonders gehen zu lassen. Bernd Prokupek, Büroleiter und bewährter Organisator des Treffens, übernimmt die Begrüßung. Bürgermeister Thomas Baumann spricht vom Wert von Besonnenheit und Erfahrung sowie von der Bedeutung der Familie, die als starkes Ganzes auf die Fähigkeiten aller Altersgruppen angewiesen sei. Er lobt das „gesamtfamiliäre Denken“ in der Gemeinde, in der jedem die benötigte Hilfe zuteilwerde: „Rufen Sie mich an, wenn Sie Unterstützung brauchen!“

Friedhelm Eyert, der neue Erste Beigeordnete, stellt sich vor, und seine „Kollegin“ vom Kreis, Elke Künholz, übermittelt die Grüße des Landrats. Sie betont, dass es notwendig sei, das Zusammenleben immer wieder neu zu organisieren, den Wert der ehrenamtlich geleisteten Arbeit zu erkennen, und sie bittet darum, die in den Gemeinden untergebrachten Flüchtlinge in die Dorfgemeinschaften einzubinden.

Jung bleiben und alt werden

Heino Stange spricht für die Gemeindevertretung, dankt für die geleistete Aufbauarbeit und ermuntert zum Fitbleiben: „Bleiben Sie jung, damit Sie alt werden können!“ Und auch die Polizei ist präsent: Als Chef der für Ludwigsau zuständigen Patendienstgruppe gibt Polizeihauptkommissar Ralf Lampersbach Ratschläge, wie man sich vor Dieben schützt.

Als Vertreter der christlichen Gemeinden ist Monsignore Bernhard Schiller mit einem Osterhasen unterm Arm ins Hasendorf gekommen. Bildgewaltig spricht er von Osterhoffnung, Osterfreude und Osterkraft, sowie vom eigentlichen Ostersymbol, dem von Gott gegebenen Lamm. Sein Fazit: „Wenn auch wir etwas geben, wird Ostern lebendig!“ Nach ausgiebigem Kaffeetrinken - natürlich mit leckerem Niederthalhäuser Kuchen - wird es spannend. Wer sind diesmal die Ältesten?

Die 98-jährige Anna Reich aus Ersrode und der 95-jährige Heinrich Vollmer aus Friedlos werden ermittelt und mit Präsentkörben bedacht. Danach geht es weiter im Unterhaltungsprogramm, das 19 Jungen und Mädchen aus dem Friedloser Kindergarten mit Frühlingsliedern und kleinen Gedichten eröffnet haben. Schauspielernde Mitglieder der Aulataler Volkstumsgruppe Kirchheim entführen ins pralle Leben und begeistern mit ihrem in jeder Hinsicht farbenprächtigen und natürlich auf Platt dargebrachten Stück „Frau Bolt, die nicht immer alles hören sollt!“ Von Herzen kommender Beifall ist ihnen und der zum Abschluss auftretenden Friedloser Sängerschar, die rote Rosen und rote Lippen hochleben lässt, sicher.

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