Ereignisreiches Jahr für Freiwillige Feuerwehr Ludwigsau – Lob für die 307 Aktiven

System hat sich bewährt

Goldige Jungs und Mädels: Andreas Gerland (hinten von links), Christoph Berk, Sebastian Lehn, Bürgermeister Thomas Baumann, Carsten Lehn, stellvertretender Gemeindebrandinspektor Daniel Herbst, Thomas Schütz (vorne von links), Lars Scheuch, Sylvia Schneider, Benjamin Hoch, Daniela Werner, Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar und der Ludwigsauer Gemeindebrandinspektor Thorsten Ernst. Foto: Apel

Ludwigsau. Flott über die Bühne ging in der Tanner Besengrundhalle die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigsau, bei der der seit drei Jahren amtierende Gemeindebrandinspektor Thorsten Ernst auf ein ereignisreiches Feuerwehrjahr zurückblickte.

In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte der Meckbacher an die herausfordernden, professionell angegangenen Einsätze bei den Bränden im Umspannwerk Mecklar, im Betriebsbahnhof Mecklar („Das war jedes Mal alles andere als ein kleines Feuer!“) und bei dem Fachwerkwohnhausbrand im Friedloser Ortskern. Insgesamt seien 1765 Personalstunden geleistet worden, nicht zuletzt bei der Einrichtung der Flüchtlingsnotunterkunft im ehemaligen Herkules-Markt in Bad Hersfeld.

Außerordentlich wichtig

Ernst sprach auch die außerordentlich wichtige Nachwuchsarbeit an: „Ohne all unsere Betreuer und Helfer wäre der Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr nicht gesichert!“ Lob verteilte er mit Blick auf die in ganz Ludwigsau geleistete Standortausbildung („Sie ist das A und O der Feuerwehrausbildung!“) und die Teilnahme an Lehrgängen auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene. Mit Sorge verwies er darauf, dass nur noch 77 Atemschutzgeräteträger – und damit acht weniger als 2014 – einsatzbereit seien, was er vor allem auf „zu wenig Termine“ für vorab erforderliche arbeitsmedizinische Untersuchungen zurückführte.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Stefan Albracht, der leider immer noch keinen Stellvertreter hat, vermeldete einen leichten Zuwachs bei den Kinder- und Jugend-Feuerwehrgruppen. Bei den Kreiswettkämpfen habe Ludwigsau fast die Hälfte aller Teilnehmer und mit Gerterode und Meckbach zwei Sieger gestellt.

Ansatz Ganztagsbetreuung

Bürgermeister Thomas Baumann rief den Uniformierten ein „herzliches Dankeschön für ihr Mittun“ zu: „Nicht zuletzt aufgrund unseres sich immer wieder bewährenden Löschgruppensystems hat alles einwandfrei funktioniert, waren immer ausreichend Kameraden zur Stelle!“ Mit Stolz beleuchtete er die „auch mit Muskelhypotheken“ geschaffene Infrastruktur, die im laufenden Jahr um ein Ersatz-Tragkraftspritzenfahrzeug für Ersrode ergänzt werde, das darüber hinaus noch in einem neues Gerätehaus stehen werde. Des Weiteren wünschte sich der Verwaltungschef ein Nachdenken über die mögliche Vermittlung von Feuerwehrwissen bei der nachmittäglichen Betreuung von Schulkindern: „Das könnte unsere Nachwuchsarbeit erleichtern!“

Im Hinblick auf den sich abzeichnenden Mangel an Atemschutzgeräteträgern sicherte Kreisbeigeordneter Jörg Meckbach zu, sich für spätnachmittägliche Untersuchungen im Klinikum Bad Hersfeld einzusetzen. Gemeindevertretungsvorsitzender Peter Schütrumpf stellte das gegenseitige Sich-Aufeinander-Verlassen-Können heraus. Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar unterstrich, dass Freiwillige Feuerwehren den Kommunen Personalkosten ersparen. Kreisbrandmeister Patrick Kniest rief dazu auf, Werbung für die „Rettungsgasse“ zu machen, und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Thomas Specht appellierte einmal mehr an die Politik, für Feuerwehrgerätehäuser genauso schnell Mittel zur Verfügung zu stellen wie für Notunterkünfte.

Von Wilfried Apel

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