Erzählabend in Gittersdorf zum Thema Schule

Die Schulbank drücken wie früher

In alten Schulbänken sitzen wie früher. Uwe Hohmann (Mitte) hatte die Idee zu einem Erzählabend zum Thema Schule in Gittersdorf, der ehemalige Lehrer Hans-Joachim Schunk kam gerne.

Gittersdorf. Schule im Dorf – Erinnerungen und Empfindungen austauschen an meist schöne, aber auch schwierige Erlebnisse. Das war das Motto des ersten Erzählabends in der „alten Schule“, dem jetzigem Dorfgemeinschaftshaus in Gittersdorf. Der Idee von Uwe Hohmann, ehemaliger Förster in Gittersdorf, und der Einladung des Heimatvereins Gittersdorf waren weit über 50 Bürgerinnen und Bürger gefolgt. Sogar aus den Nachbarorten waren Interessierte gekommen, um sich an die Zeit der Schulen auf dem Dorf zurück zu erinnern.

Der erste Erzähler an diesem Abend war der damalige Lehrer Hans-Joachim Schunck. Er unterrichtete die Kinder von 1964 bis 1972 in der Gittersdorfer Schule und freute sich sehr, unter den Anwesenden viele ehemalige Schülerinnen und Schüler begrüßen zu können. Viele waren mit ihren Kindern oder Eltern gekommen, sogar der Lehrerssohn, der bei seinem eigenen Vater Unterricht hatte, war dabei. Alte Schulhefte und Erzeugnisse aus dem damaligen Unterricht wie zum Beispiel Gebasteltes aus dem Werkunterricht wurde jahrzehntelang aufgehoben und dem Lehrer Schunck wieder vorgelegt.

Auch etliche alte Schulranzen, Tafeln, Stifte und vieles mehr aus der guten alten Zeit konnten bewundert werden. Fast alle erinnerten sich an tolle Erlebnisse und Episoden aus ihrer Schulzeit und Begebenheiten mit ihrem „alten Lehrer“.

Um den Abend und den damaligen Schulalltag so realistisch wie möglich zu gestalten, hatte sich der Heimatverein etwas besonderes einfallen lassen. Eine ehemalige Schulbank, ein Lehrerpult und sogar alte, große Schullandkarten wurden im alten Schulraum wieder aufgestellt. Natürlich gab es an diesem Abend auch nur Zweiertische an denen die Gäste, wie damals die Schüler, Platz nehmen durften.

Nur ein Klassenraum

In den Dörfern bestanden die Schulen früher meist nur aus einem Klassenraum. So waren in den Jahren 1961 bis 1966 in Gittersdorf immer zwischen 51 und 56 Schüler in diesem alten Klassenraum untergebracht, nicht nur für die damaligen Lehrer eine große Herausforderung.

Seit 1612 wurde in Gittersdorf Schulunterricht gehalten, im jetzigen Dorfgemeinschaftshaus seit 1908.

Am Ende des schönen Abends waren sich alle einig: Das müssen wir wiederholen, denn Themen gibt es auf dem Dorf mehr als genug. (red)

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