Feierstunde am 27. September im Seulingswald an der Absturzstelle der Führungsmaschine

Gedenken an Opfer der Luftschlacht

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Die Gedenkstätte im Seulingswald.

Friedlos. Am 27. September 1944 kam es im hessisch-thüringischen Luftraum zwischen amerikanischen und deutschen Fliegern zu einer dramatischen Luftschlacht, bei der 136 Flieger beider Nationen starben.

Alljährlich findet im Gedenken eine Zusammenkunft an der Fliegergedenkstätte im Seulingswald bei Ludwigsau-Friedlos – Zufahrt ist ausgeschildert – statt. In diesem Jahr beginnt das Gedenken aus Anlass des 72. Jahrestages am Dienstag, 27. September, um 11 Uhr. Die Veranstaltung wird etwa 30 Minuten dauern, teilt die Gemeinde Ludwigsau mit.

Die deutsch-amerikanische Fliegergedenkstätte ist seit dem Jahre 2016 als Kulturdenkmal ausgewiesen. Ein entsprechender Bescheid des Landesamtes für Denkmalpflege ist in den letzten Tagen eingegangen. Sie wurde mit Unterstützung der Bundes- und Landesregierungen, der Amerikanischen Kassel Mission Memorial Association Institution und des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge errichtet

Die Errichtung der Gedenkstätte im Seulingswald an der Absturzstelle der Führungsmaschine geht auf die treibende Kraft des Ludwigsauers Walter Hassenpflug zurück. Am 27. September 1944 wurde er Zeuge eines der größten Luftkämpfe des 2. Weltkrieges. Hierbei wurde eine ohne Begleitschutz fliegende amerikanische Bombergruppe von einem deutschen Jagdgeschwader angegriffen. Der damals 12-jährige Walter Hassenpflug rettete zusammen mit einem anderen Jungen einem amerikanischen Offizier das Leben, den er 42 Jahre später nach langjährigen Recherchen am Ort des Geschehens wiedertreffen konnte. (red/zac)

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