Waldhessen-Trophy: Sicherheit zum Saisonstart

Bestes Wetter, beste Laune: Nach der Fahrerbesprechung trafen sich Organisatoren und Teilnehmer der fünften Waldhessen-Trophy auf den Hof des Hotel Eydt in Kirchheim zum Gruppenfoto. Foto: Löwenberger

Von Bernd Löwenberger Kirchheim. Besser hätte die Stimmung nicht sein können, als Jens Krannich bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen pünktlich um neun Uhr vor dem Hotel Eydt in Kirchheim die erste Gruppe der Motorradfahrer auf die Reise schickte.

Rund 140 Kilometer lang war die „Rundfahrt mit keinen Hindernissen durch die grüne Hölle Nordhessens“ für die 74 Teams des Hauptfeldes. Hauptsächlich auf kurvenreichen Nebenstraßen ging es vorbei an Seepark und Golfplatz über Oberaula nach Remsfeld, von dort nach Rotenburg und über Hönebach, Friedewald und Bad Hersfeld zurück nach Kirchheim-Gershausen. Zwölf Stationen unterwegs verlangten den Teilnehmern einiges an Wissen, Können und Geschicklichkeit ab. Hier musste ein Geschicklichkeitsparcours durchfahren, dort kniffelige Fragen zum Thema Allgemeinwissen beantwortet werden. Aus Feuerwehrschläuchen galt es eine Leitung zu bilden und Kenntnisse der ersten Hilfe waren ebenso gefragt.

Rohe Eier ins Glas

Das meiste Fingerspitzengefühl forderte die Aufgabe in Bad Hersfeld. Hier mussten mit einem Rettungsspreitzer der Feuerwehr rohe Eier aus einem Behältnis entnommen und in einem Glas abgesetzt werden. Als letztes erwartete die Teilnehmer noch ein Wettbewerb im Gummistiefel-Weitwurf am Ziel, der Grillhütte in Gershausen.

Hier herrschte seit Mittag ein buntes Treiben mit Kaffee und Kuchen, Würstchen und Steaks, Bier und Limo, Hüpfburg, Kinderschminken und diversen Infoständen. Höhepunkt waren Hubschrauberrundflüge über Kirchheim und am späten Abend spektakuläre Burnouts.

Erstmals am Start waren in diesem Jahr auch Oldtimer und Mopeds. Hier gingen über 30 Jahre alte Maschinen auf eine circa 70 Kilometer lange Strecke mit entsprechend weniger Sonderprüfungen.

Mit ihrer Waldhessen-Trophy wollen Yuliya und Jens Krannich und ihr Team für mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Gerade im Frühjahr könne etwas Fahrpraxis den Bikern nicht schaden und die Autofahrer müssten sich erst wieder an die Motorräder gewöhnen, so Jens Krannich. Zudem kommt der Erlös in jedem Jahr kranken Kindern zu Gute, in diesem Jahr der Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg.

Pokal ans Sebastian Hattwich

Der erste Platz in der Hauptgruppe und damit der Wanderpokal ging an Sebastian Hattwich aus Kirchheim. Zweiter wurde Nico Jostameling aus Espeln gefolgt von Michael Hoffmann aus Meine. Beste Frau im Feld war Kerstin Münch aus Eschborn, und für den Teilnehmer mit der weitesten Anreise, Thomas Meess aus dem Elsass gab es ein Extrageschenk von Landrat Dr. Michael Koch.

Bei den Oldtimern siegte Jens Laser, Kirchheim, vor Dennis Klein, Bad Hersfeld und Benjamin Frankenstein, ebenfalls Kirchheim.

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