Familie Thimet hat Leitung übernommen – Start am Sonntag

Neuer Betreiber fürs Kirchheimer Freibad

Endspurt vor der Eröffnung: Das neue Team für das Kirchheimer Schwimmbad mit Bürgermeister Manfred Koch (2. von links) und dem neuen Betriebsleiter Kay Thimet (Mitte) sowie Bettina Mihm, Doris Claaßen, Klaus Dieter Liess, Andreas Kirschke und Marcus Stewart. Foto: Zacharias

Kirchheim. Wenn das Freizeit- und Erlebsnisbad Kirchheim am kommenden Pfingstsonntag seine Pforten für das sommerliche Badevergnügen öffnet, dann hat es einen neuen Betreiber. Die Gemeinde hat sich dafür entschieden, den Badebetrieb in die Hände der Familie Thimet zu legen.

Die Thimets betreiben bereits die Bäder in Philippsthal, Schenklengsfeld und Bad Salzungen in unterschiedlichen Formen und haben auch die Betriebsführung des Aqua Fit und des Geistalbades in Bad Hersfeld übernommen. Neben dem guten Ruf des regional verankerten Familienunternehmens habe auch der angenehme persönliche Umgang für die Thimets gesprochen, erläutert Bürgermeister Manfred Koch die Entscheidung der Gemeinde. Nachdem das Bad im vergangenen Jahr wegen eines in der Öffentlichkeit ausgetragenene Konflikts mit einem Schwimmmeister sehr viel Aufmerksamkeit beansprucht hatte, habe man sich nach einem privaten Betreiber umgesehen. Die Thimets waren bereits im vergangenen August eingesprungen, damit das Bad für den restlichen Sommer geöffnet werden konnte.

„Das ist ein wirklich schönes Freibad“, freut sich Kay Thimet über die neue Aufgabe und hofft auf einen warmen, sonnigen und für alle Beteiligten zufriedenstellenden Badesommer.

Das Kirchheimer Bad bleibt im Besitz der Gemeinde, die mit den Thimets einen Vertrag über den Betrieb des Bades geschlossen hat. Die Betreiber sind unter anderem zuständig für das Personal, die Wartung der Anlagen, Sauberkeit und Sicherheit im Bad und erhalten dafür, neben der Zahlung durch die Gemeinde, die Eintrittsgelder. „Ein Freibad ist immer eine freiwillige öffentliche Leistung und kann nie kostendeckend betrieben werden“, erläutert Bürgermeister Koch. Durch den Vertrag mit dem privaten Betreiber seien die Kosten für die Gemeinde aber, im Gegensatz zu früheren Jahren, überschaubar.

Für die Besucher des Freibades ändert sich nichts: Die Eintrittspreise (Kinder und Jugendliche 2 Euro, Erwachsene 3 Euro, ab 18 Uhr 2 Euro, Dauerkarte Erwachsene 47,50 Euro, Familien 95 Euro) und die Öffnungszeiten (täglich von 10 bis 20 Uhr) bleiben unverändert und auch der Imbissbetreiber wird der bisherige sein. „Die Badegäste sollen im Vordergrund stehen“, versichert Kay Thimet. Das mit Unterstützung einer Solaranlage erwärmte Wasser im Schwimmerbecken hatte übrigens am Mittwochmorgen bereits eine Temperatur von 20 Grad. Außerdem stehen ein Sprungbereich, eine 35-Meter-Wasserrutsche, ein Wildwasserkanal und zwei Schwallwasserduschen bereit.Und nachdem die Mitarbeiter sich für ein Zeitungsfoto am Beckenrad aufgestellt haben, geht es gleich wieder an die Arbeit: Rasenmähen, Becken reinigen, Wasch- und Umkleideräume in Ordnung bringen, sicher stellen, dass die Technik funktioniert und auch die Schwimmmeister sich damit auskennen, den Vorrat an Toilettenpapier auffüllen und vieles mehr ist noch zu tun, damit der Betrieb am Sonntag starten kann.

Von Christine Zacharias

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