Auch Gruppen aus Region willkommen

Feriendorf Eisenberg: Nah an der Natur

Hell und energiesparend: Leiterin Petra de Buhr (Zweite von rechts) und Verwalter Stefan Spill (rechts) freuen sich, dass nun die Auszubildenden Dennis Hoffmann und Nico Grondey (kniend) mit ihren Ausbildungsleitern Michael Becker und Michael Krons von den Stadtdwerken Hannover energiesparende LED-Leuchten im Feriendorf Eisenberg installieren. Foto: Zacharias

Kirchheim. Eichhörnchen, die gibt’s ja wirklich! Immer wieder erlebte Petra de Buhr, seit Anfang des Jahres Leiterin des Feriendorfes Eisenberg „Günter Richta“, solche erstaunten Ausrufe ihrer jungen Gäste aus Hannover, die wilde Tiere aus dem Fernsehen oder allenfalls aus dem Zoo kennen, nicht aber von Angesicht zu Angesicht.

Auch Füchse oder Wildschweine kann man abends auf dem weitläufigen Gelände des Feriendorfes beobachten. 350 Betten beziehungsweise Matratzen stehen hier für die zumeist jungen Besucher auf dem 250 000 Quadratmeter großen Gelände am Eisenberg zur Verfügung – ganz viel Platz zum Spielen, Toben und Natur entdecken.

Auf dem Gelände gibt es ein Feuchtbiotop und eine Streuobstwiesen und drum herum jede Menge Natur. Außerdem sind für die Freizeitgestaltung eine Sporthalle, Werkraum, Bibliothek, Fotolabor, mehrere Spiel- und Sportplätze, ein kleiner Badesee, eine Minigolfanlage und neu seit diesem Jahr ein Niedrigseilgarten und eine Disc-Golf-Anlage vorhanden. „Hier wird viel gewandert“, freut sich Petra de Buhr und ist dankbar, dass die Freunde des Eisenbergs sich so engagiert um die Beschilderung und die Pflege von Wanderwegen kümmern. Ihr Thema ist die Umwelt und da ist sie im Feriendorf mitten im Wald genau an der richtigen Stelle.

Hütten bauen, Feuer machen

Dessen Angebote stehen nicht nur Schulklassen, Vereinen und Gruppen aus Niedersachsen und der Landeshauptstadt Hannover, der das Feriendorf gehört, zur Verfügung. Gerne arbeitet Petra de Buhr auch mit Gruppen aus der Region zusammen. Aus Oberaula sei immer eine Schulklasse auf den Eisenberg gewandert und habe einige Tage im Feriendorf verbracht. In diesem Sommer veranstaltete sie Naturerlebnistage zusammen die der Jugendpflege Aulatal-Geistal und auch aus dem nordhessischen Umland sind schon Gruppen zum Eisenberg gekommen. „Wir können hier sehr viel zum Thema Ökologie anbieten“, sagt de Buhr. Zudem können Kinder im Wald Hütten bauen oder auf dem Gelände des Feriendorfes Feuer machen. Zu jedem der sechs Gehöfte mit jeweils 58 Plätzen gehört eine eigene Feuerstelle, um die sich die Teilnehmer abends am Lagerfeuer scharen, singen, reden oder Geschichten erzählen können.

Um Ökologie und Ressourcenchonung geht es auch, wenn derzeit gerade die Straßenlaternen im Feriendorf durch LED-Leuchten ersetzt werden. In einem ersten Bauabschnitt werden 19 Leuchten entlang des Hauptweges ausgetauscht. Statt eines Verbrauchs von 160 Watt pro Leuchte hätten die neuen Laternen nur noch einen Bedarf von 36 Watt, erläutert Ausbildungsleiter Michael Becker von den Stadtwerken Hannover, der mit seinem Kollegen Michael Krons und den beiden Auszubildenden Dennis Hoffmann und Nico Grondey eigens für die Aktion aus Hannover angereist ist. Ansonsten, so betont de Buhr, arbeitet das Feriendorf aber vor allem mit heimischen Firmen und Lieferanten zusammen.

Von Christine Zacharias

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