Lkw-Kontrolltag am Kirchheimer Dreieck

Dieser Lkw aus Hannover erwies sich nach eingehender Inspektion als rollender Schrotthaufen. Seine Fahrt endete abrupt in einer Kirchheimer Werkstatt. Foto: Löwenberger

Kirchheim. „Ganz normaler Alltag", kommentierte Jürgen Gleitsmann von der Autobahn-Polizeistation Bad Hersfeld knapp den Ablauf und die Ergebnisse des Aktionstages, der jetzt im Rahmen des Fernfahrerstammtisches Hessen stattfand.

Rund sechs Stunden lang waren Beamte der Polizeistationen Bad Hersfeld und Petersberg sowie der Regionalen Verkehrsdienste Bad Hersfeld, Fulda und Lauterbach am Mittwoch auf dem Kirchheimer SVG-Hof und auf den Autobahnen A4, A5 und A7 im Einsatz. Mit geschulten Augen zogen die Teams auf den Autobahnen „verdächtige“ Lastwagen aus dem Verkehr und geleiteten sie zum SVG-Hof, wo neben Polizei auch Beamte der BAG, des Zoll und Sachverständige des Fachverbandes Güterkraftverkehr und Logistik Hessen, der Berufsgenossenschaft Verkehr, der DEKRA und des ADAC an den ausgiebigen Kontrollen beteiligt waren.

Am Ende hatten sieben Fahrer gegen die Sozialvorschriften verstoßen - sprich die erlaubten Lenkzeiten überschritten, drei Fahrzeuge wiesen technische Mängel auf, zwei waren überladen und drei Mal war die Ladung nur unzureichend gesichert. Eine polnische Spedition hatte einen für die Ladung ungeeigneten Trailer eingesetzt, was 1700 Euro kostete. Wegen eines fehlenden digitalen Kontrollgerätes musste ein anderer polnischer Fahrer eine Sicherheitsleistung von 1500 Euro hinterlegen.

Rauchwölkchen

Kurz vor Ende der Kontrollen war den Beamten noch ein Lastzug aus Hannover aufgefallen, weil vom rechten Hinterrad leichte blaue Rauchwölkchen aufstiegen und er einen „Duft“ von verbranntem Öl hinter sich her zog. Die Kontrolle brachte erhebliche Mängel am gesamten Fahrwerk und eine komplett defekte Bremse am Anhänger zu Tage. Die Fahrt für den „Schrotthaufen“ endete - für den genervten Fahrer völlig unplanmäßig - unter Polizeigeleit auf dem Hof der nächsten Werkstatt. (lö)

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