Ein Dorf hält zusammen

Festkommers 650 Jahre Goßmannsrode – Chronik pünktlich fertig geworden

Feiern und informieren: Gut gefüllt war das Festzelt zum 650-jährigen Bestehen von Goßmannsrode, während im Hintergrund Katrin Boländer und Harald Pfaff die druckfrische Dorfchronik vorstellten. Foto: Löwenberger

Goßmannsrode. „Dieser Tag soll ein Tag der Begegnung und des Mitteilens sein“, sagte der Ortsvorsteher des Kirchheimer Ortsteils Goßmannsrode, Herbert Ickler, während des kleinen Festkommerses zum 650-jährigen Bestehen.

Zuvor hatte Ickler neben Bürgermeister Manfred Koch auch einige verdiente Bürger namentlich begrüßt, darunter den mit 90 Jahren ältesten Einwohner, Heinrich Ickler. Obwohl das 134 Seelen zählende Dörfchen kaum Werbung für den Festtag gemacht hatte, waren Zelt und Festplatz bei strahlendem Sonnenschein gut besucht. Unter den Gästen befanden sich auch viele ehemalige Goßmannsröder, wie Barbara Glameyer, Erna Aerne und Peter Schornstein. In einem kurzen Interview mit dem Ortsvorsteher berichteten sie, warum sie Goßmannsrode verlassen hatten und weshalb sie hier noch immer ihre Heimat haben und sich wohlfühlen. Katrin und Sergej Enns erläuterten, warum sie in Goßmannsrode geblieben, beziehungsweise hierher gekommen sind.

Viele junge Familien

Stolz berichtete Ickler, dass 20 Prozent der Bürger unter 18 Jahre alt seien. Das läge nicht nur weit über dem Durchschnitt, die vielen jungen Familien prägten auch das Leben im Dorf. Im weiteren informierte der Ortsvorsteher über Maßnahmen aus dem Dorferneuerungsprogramm, wie die Umgestaltung des Friedhofs oder die Einrichtung der Erlebniswerkstatt.

Bürgermeister Koch bescheinigte den Goßmannsrödern viel Engagement und viel Eigenleistung bei der Umsetzung. Gerade in den kleinen Dörfern sei der Zusammenhalt besonders gegeben und jeder packe mit an.

Einer der Höhepunkte des Nachmittags war die Vorstellung der Dorfchronik. Über Jahre hatten Harald Pfaff, Katrin Boländer und Alexandra Peter nicht nur in Goßmannsrode selbst, sondern auch in zahlreichen regionalen und überregionalen Archiven recherchiert. Hatte man zunächst befürchtet, man werde kaum über 50 Seiten hinaus kommen, ist am Ende ein umfangreiches Werk mit 436 Seiten und 105 abwechslungsreichen Beiträgen entstanden.

Backhaus herrichten

Ganz zu Ende mit ihren Jubiläumsveranstaltungen sind die Goßmannsröder noch nicht. So soll Anfang Juni das Backhaus hergerichtet und ein Brotbacktest vor dem eigentlichen Backhausfest im September veranstaltet werden, Im August kommt ein Kinderzirkus ins Dorf. Weiter sind eine Hügelgräberwanderung im Juli und eine Fackelwanderung im November geplant und Ende des Jahres wird noch gemeinsam ein Weihnachtsbaum geschmückt.

Von Bernd Löwenberger

Kommentare