Alm-Abtrieb am Eisenberg: Gelungene 650-Jahrfeier in Willingshain

Den ersten Willingshainer Almabtrieb hatte Karl-Heinz Nuhn anlässlich der 650-Jahrfeier des Kirchheimer Ortsteil Willingshain organisiert. Damit die Tiere sich von dem „Rummel“ nicht stören ließen, hatte er sie bereits im Vorfeld immer wieder mit Blasmusik beschallt. Foto: Löwenberger

Willingshain. Nur etwas mehr als sechs Monate Zeit hatten die Willingshainer, um das Fest zum 650-jährigen Bestehen zu planen. Dass ihnen das gelungen war, bewiesen sie am Wochenende eindringlich.

Der Festkommers am Samstagabend in dem zum Festsaal hergerichteten Schützenhaus war kurzweilig und lustig. Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteher Reiner Weppler folgten die obligatorischen, erfreulich kurzen Grußworte durch Bürgermeister Manfred Koch auch im Namen der Bürgermeister der Nachbargemeinden, Jürgen Schäfer in Vertretung des Landrates und einiger weiterer Gönner und Sponsoren. Danach war ein Teil des Festes schon mal bezahlt und Weppler konnte entspannt von der Entstehung der 216 Seiten starken Chronik berichten, die danach von vielen Besuchern für 20 Euro erworben wurde.

Musikalisch begleiteten die Blasmusik Kirchheim und die Eisbachspatzen den Abend. Viel Applaus erhielt der einheimische Opernsänger Martin Scheeper, der mit einer perfekten Liedauswahl und einem starken Auftritt begeisterte. Nicht weniger angetan waren die Gäste von „Bierwirths Fritz“. Das knapp 80 Jahre alte Urgestein strapazierte die Lachmuskeln mit Geschichten von früher und heute, vorgetragen in einzigartiger Manier in hochdeutsch und in Willingshainer Platt. Eine eher nüchterne Präsentation der Ortsgeschichte durch den Ortsvorsteher wurde durch die „dummen“ Kommentare der Willingshainer Originale Jürgen Weppler und Walter Berg erfolgreich aufgepeppt.

Der Sonntag lockte dann bei strahlendem Sonnenschein nach einem Festgottesdienst mit landwirtschaftlichen Vorführungen von früher bis heute, zahlreichen Ausstellungen, vielen Aktivitäten für Jung und Alt, viel Musik und Auftritten der Aulataler und der Sisters in Action mit reichlich Kurzweil. Ein Höhepunkt war der erste Willingshainer Almabtrieb mit Karl-Heinz Nuhn. Wer wollte, konnte das Ganze aus einem Hubschrauber verfolgen.

Für gute Stimmung sorgte nicht zuletzt die umfangreiche Versorgung mit Speisen und Getränken. Vom riesigen Kuchenbüfett über Erbseneintopf bis zur Sau am Spieß, von Bier und Wein über bunte Cocktails bis zum erfrischenden Wasser reichte das Angebot auf der Feiermeile zwischen Dorfplatz und der Festhalle.

Das Ende des gelungenen Jubiläums kam dann allerdings ziemlich abrupt. Ein gegen 18 Uhr aufziehendes Gewitter ließ viele Besucher die Flucht nach Hause ergreifen und beim gemütlichen Ausklang im Schützenhaus war so die Zahl der Gäste recht überschaubar.

Das war los bei 650 Jahre Willingshain

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