Gemeindefeuerwehrtag Kirchheim in Heddersdorf mit spektakulärer Großübung und Ehrungen

Wenn’s brennt und kracht

Großübung zum Gemeindefeuerwehrtag Kirchheim in Heddersdorf: Bei einem Unfall hatte ein Lkw ein Auto halb überrollt und drohte abzurutschen. Die Einsatzkräfte mussten erst beide Fahrzeuge absichern, bevor sie die „Insassen“, – dargestellt von Puppen – retten konnten. Foto: Krause

Heddersdorf. Der Gemeindefeuerwehrtag in Heddersdorf begann mit einem großen Übungseinsatz. Die Feuerwehrleute hatten eine schwierige Aufgabe zu lösen und mussten sich nicht nur um eine Feuermeldung aus einem Gebäude kümmern, sondern auch um einen spektakulären Verkehrsunfall mit verletzten „Personen“ in beiden Autos.

Es galt also, eine Wasserversorgung aufzubauen und das Feuer zu löschen. Gleichzeitig mussten die „Verletzten“ gerettet werden, welche eingeklemmt am Steuer um ihr Leben kämpften. Und es war nicht nur für die Insassen eine gefährliche Situation – der Lkw drohte von dem Pkw, auf den er gefahren war, abrutschen und weitere schlimmen Folgen zu verursachen. Eine halbe Stunde dauerte allein die Absicherung der am Unfall beteiligten Fahrzeuge. Der Regen erschwerte die Aufgabe zusätzlich. Nach der Absicherung und Entfernung der Autotüren gelang es den Rettungskräften, die darin platzierten Puppen zu retten und zu versorgen.

Zufrieden mit Einsatzgruppen

Vereinsvorsitzender und Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch war mit der Leistung seiner Einsatzgruppen sehr zufrieden. Gerade wenn viele junge Leute dabei seien, sei es ist nicht einfach so eine aufwendige Rettungsübung abzuwickeln, erläuterte er. Aber es hat alles gut funktioniert.

Die Gemeinde Kirchheim unterhält zwölf Ortsteilfeuerwehren mit über 200 Menschen. Bis zu siebzig Mal im Jahr rücken sie zum Einsatz aus, meistens auf der Autobahn. „Technisch sind wir gut ausgerüstet“, so Schneemilch, „aber der demografische Wandel hat bei uns ganz klar auch eingesetzt, wir haben viel älteres Personal, das in den nächsten zehn Jahren aufhört. Und ich denke, dass ist es irgendwann so sein wird, dass die freiwillige Feuerwehren nicht mehr alles leisten können. Das wird kommen, definitiv.“

Am Abend standen auch Ehrungen auf dem Programm. Die Anerkennungsprämie des Landes Hessens für dreißig Jahre Dienst bekam Dieter Hühn, für zehn Jahre Dienst Sebastian Küch.

Josef Krotzky, Kurt Ickler, Gerhard Krotzky, Werner Manns und Horst Allendorf wurden vom Kurhessischen-Waldeckschen Feuerwehrverband geehrt. Das silberne Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande für 25 Jahre aktiven Dienst bekamen Thomas Krug, Martin Bornschier und Norbert Vaupel.

Von Natalia Krause

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