Wenn Pferde heilen - Fortbildung in Kirchheim

Zum ersten Mal fand in Kirchheim ein Fortbildungsseminar zu therapeutischer Behandlung mit Hilfe von Pferden statt. Eingeladen hatten die Therapeutinnen Verena Menken und Brigitte Rieth sowie der Besitzer des Zucht- und Reiterhofes Bernd Schäfer(von rechts). Foto: Löwenberger

Von Bernd Löwenberger Kirchheim. Eine Fortbildung für Fachkräfte aus dem Feld der „Pferdegestützten Interventionen" - Reittherapie, Reitpädagogik, Hippotherapie - fand kürzlich erstmals auf dem Zucht- und Reiterhof Schäfer in Kirchheim statt.

Unter dem etwas sperrigen Titel „Förderung sicherer Bindungsentwicklung von Kindern psychisch- oder suchtkranker Eltern mit Hilfe von Pferden“ hatten die Dozentinnen Verena Menken, Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin aus München, und Brigitte Rieth, Diplom Sozialpädagogin aus Bad Homburg zu der Veranstaltung eingeladen. Grundlage der Fortbildung seien unter anderem wissenschaftliche Studien, die erwiesen hätten, dass Kinder über Tiere neu erlernen können, sich auf jemanden einzulassen. Diese positiven Bindungen zu Tieren ließen sich auf Menschen übertragen, erläuterte Rieth.

Fünf Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland zwischen Bremen und dem Bodensee waren der Einladung gefolgt. Allen gemeinsam war, dass sie bereits als Therapeutinnen tätig sind und vorrangig mit Kindern arbeiten, der Einsatz von Pferden in der Therapie war für einige jedoch völliges Neuland. Mit den zwei Islandpferden Yma und Bará, die viel Erfahrung in der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitbringen, konnten die Seminarteilnehmer dann selbst erfahren, wie man die Pferde einsetzen kann und worauf es dabei ankommt.

Ponys könnten umziehen

Nach Kirchheim sind die beiden Dozentinnen, die beide als selbständige Therapeutinnen auch unter dem Dach des Institutes für Pferdegestützte Therapie Konstanz (IPTh) tätig sind, durch private Kontakte zwischen Brigitte Rieth und Gestütseigner Bernd Schäfer gekommen. Es sei durchaus denkbar, so Rieth, dass ab dem Sommer öfter Weiterbildungen hier stattfinden werden. Auch die beiden „Ponys“ könnten möglicherweise nach Kirchheim umziehen.

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