Bebraer Badegewässer ist laut EU weiterhin ausgezeichnet

Wasser im Kirchheimer See „nur“ noch gut

Hersfeld-Rotenburg. Eine sehr gute und eine nicht ganz so gute Nachricht birgt der aktuelle EU-Badegwässerbericht: Der Breitenbacher See bei Bebra hat wie in den vergangenen Jahren eine ausgezeichnete Wasserqualität und damit drei Sterne erhalten. Der See beim Seepark Kirchheim hingegen büßt einen Stern ein und kann „nur“ noch mit einer guten Qualität punkten.

Das Baden ist dort aber nach wie vor unbedenklich. Grund für die Herabsetzung ist laut Helmut Diebel aus der Gemeindeverwaltung die kurzzeitige Verunreinigung im vergangenen August. Nach einem Sturzregen seien damals Einträge von umliegenden Feldern ins Wasser gelangt. „Und wenn eine Probe nicht stimmt, sind die drei Sterne weg“, so Diebel. Schon bei der Nachuntersuchung seien die Werte wieder „top“ gewesen. Der kürzlich veröffentlichte EU-Bericht für dieses Jahr basiert auf Daten aus 2014. Betreiber der Seen sind die Kommunen.

Überwacht wird die Wasserqualität der insgesamt über 60 Badeseen in Hessen von den Gesundheitsämtern und dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG). Sie informieren auch über die Bedingungen und bei Bedarf über mögliche Gefahren.

Als Badestellen ausgewiesene Gewässer müssen die Standards der europäischen Badegewässerrichtlinie erfüllen. Die Europäische Umweltagentur bekommt ihre Daten von den örtlichen Behörden. Die Bewertung richtet sich nach den Mengen zweier Arten von Bakterien, die auf eine Verunreinigung durch Abwässer oder tierische Exkremente schließen lassen. So verschmutztes Wasser kann Hautreaktionen und bei Verschlucken Krankheiten verursachen. Nicht berücksichtigt werden bei der Bewertung Mülleinträge, Umweltverschmutzung und andere Schadwirkungen auf die Natur.

Die offizielle Badesaison geht vom 1. Juli bis 31. August, auch vorher und nachher ist das Baden aber erlaubt.

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