Gemeindebrandinspektor Schneemilch zog positive Bilanz für Kirchheimer Feuerwehren

Viel geübt für 108 Einsätze

Von Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch, Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar (rechts) und Bürgermeister Manfred Koch (2.von links) wurden während der Jahreshauptversammlung der Kirchheimer Feuerwehren im Heddersdorfer Gemeinschaftshaus geehrt oder befördert (von links): Jens Rüger, Markus Knauff, Martin Bornschier, Martin Naumann, Christof Weppler, Horst Naumann, Gert Scheidemantel, Rene Hofmann, Pascal Krause, Marvin Ruppel, Markus Boländer, Celine Fohr und Thorsten Peter. Fotos: Löwenberger

Kirchheim. „Die Kirchheimer Feuerwehren mussten im Jahr 2015 zu 108 Einsätzen ausrücken.“ Das berichtete Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung im prall gefüllten Heddersdorfer Dorfgemeinschaftshaus.

69 Mal wurde die Feuerwehr zu so genannten Hilfeleistungen gerufen, wobei es sich dabei fast immer um Einsätze bei Verkehrsunfällen auf den umliegenden Autobahnen handelt. Brandeinsätze sorgten für 23 Alarme und 16 Mal rückten die Mannschaften wegen Fehlalarmierungen aus. Insgesamt fielen für diese Einsätze 1448 Einsatzstunden an.

In Übungen und allgemeine Dienststunden (Pflege, Instandhaltung) haben die Kirchheimer Feuerwehrfrauen und Männer 3787 Stunden investiert, und mehr als 1000 Stunden befanden sie sich in verschiedenen Lehrgängen. 360 Stunden lang halfen die Kirchheimer beim Bau der Flüchtlingsunterkunft in Bad Hersfeld und rechnet man noch den Aufwand für Atemschutz dazu haben die Kirchheimer Feuerwehrleute im vergangenen Jahr insgesamt 6580 Stunden in der Ausübung ihres Ehrenamtes erbracht. Eine „beachtliche Zahl“, wie Schneemilch nicht ohne Stolz verkündete.

Wenn es diese ehrenamtlichen Helfer nicht gäbe, müsste selbst bei sparsamster Rechnung die Kommune monatlich rund 120 000 Euro für den Erhalt des Brandschutzes ausgeben, konstatierte Bürgermeister Manfred Koch in diesem Zusammenhang.

Mehr Aktive

Hauptsächlich geleistet wurden die Stunden von den 182 Aktiven. Das sind acht mehr als im Vorjahr und 17 (Vorjahr: 16) davon sind Frauen. 41 Nachwuchskräfte – 27 Jungen, 14 Mädchen – werden in der Jugendfeuerwehr ausgebildet und in der Kinderfeuerwehr machen 24 (Vorjahr: 17) Mädchen (9) und Jungen (15) erste Erfahrungen mit den roten Autos. Die Alters- und Ehrenabteilung umfasst 151 (-2) Ehemalige und im Feuerwehrverein haben sich 338 (-57) Mitglieder organisiert. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2015 in die Kirchheimer Feuerwehr 736 Personen eingebunden.

Trotz zwölf Ortsteilen gibt es in der Autobahngemeinde nur noch neun eigenständige Wehren. Das ist zurückzuführen auf den Zusammenschluss zum Beispiel der Wehren im Ibratal und auf die Bildung so genannter Löschgruppen in den vergangenen Jahren.

Insgesamt sei die Feuerwehr Kirchheim gut aufgestellt, zog Schneemilch Bilanz. Ausbildungsstand und Ausrüstung seien gut – ein neues Feuerwehrauto kommt vermutlich im Herbst – und die Nachwuchsförderung auf einem guten Weg. Lob und Anerkennung der Gastredner bestätigten dies.

Von Bernd Löwenberger

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