Erfolgreich bei der Europaschau

Titel für Ringls Rassegeflügel

Züchter Arno Ringl präsentiert seine beiden Europachampions. Links einen Hahn der Rasse Wyandotten schwarz und rechts ein Welsunger. Auf dem Foto links ist seine Goldmedaille zu sehen. Fotos: Reymond

Kirchheim. Unzählige Pokale und Urkunden hat Arno Ringl mit seinem Rassegeflügel in den vergangenen 41 Jahren als aktiver Züchter bereits gewonnen. Die Preise hat er allesamt in Kartons verpackt und außer Sichtweite verstaut, weil für all diese Ehrungen kein Platz in seiner Wohnung ist.

Doch seit Mitte November ist er nun im Besitz von drei Europatiteln. Diese Auszeichnungen werden auf jeden Fall einen Ehrenplatz im Hause Ringl finden, denn eine höhere Auszeichnung ist für Kleintierzüchter nicht zu erringen.

Zwei Hähne, zwei Hennen

Für seine Gruppe Zwergwelsunger – zwei Hähne und zwei Hennen – erhielt Ringl bei der Europaschau im französischen Metz Mitte November eine Goldmedaille. Zudem wurde Ringl bei den Europa-Wettkämpfen in Frankreich für die jeweils besten Tiere ihrer Rasse ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um zwei Hähne, die vom Schiedsgericht beide besser bewertet wurden, als sämtliche Konkurrenztiere. Arno Ringl hatte sowohl bei den Zwergwelsungern als auch bei den schwarzen Zwergwyandotten das jeweils beste Tier im Käfig.

280 Küken zur Auswahl

280 Küken hat Ringl aktuell großgezogen, um eine gewisse Auswahl an Tieren zu haben, die auch bei Wettkämpfen bestehen können. „Mein Ziel war es, auf einer großen internationalen Ausstellung einmal etwas zu holen“, sagt Ringl. Dass in Metz derart viele Prachtexemplare aus seiner Zucht darunter sein würden, hatte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Als er jedoch mit seinem Freund und Vereinskollegen Hans-Joachim Gill, Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins 1899 Bad Hersfeld, die Tiere in der Halle in Metz aufgestellt hatte, waren beide schon ein wenig positiv gestimmt.

„Ich war mir da schon relativ sicher, dass meine Tiere ganz vorne landen können. Aber man weiß ja nie, ob noch Konkurrenz nachkommt“, erklärt Ringl.

Die Kontrahenten sind ausgeblieben und so waren ihm die drei Titel nicht mehr zu nehmen. Jetzt möchte sich Ringl auf die in drei Jahren stattfindende Europaschau in Dänemark vorbereiten. Und auch dort möchte er natürlich erfolgreich sein.

Erster Preis mit 15 Jahren

Seinen ersten Preis gewann Ringl übrigens als 15-Jähriger in seinem Heimatverein, dem Rassegeflügelzuchtverein „Seulingswald“ Kleinensee, mit Steigerkröpfer-Tauben rot-weiß. Zwei Jahre hatte er sich da schon mit Tauben beschäftigt. Später ist er dann erst zu den Zwerghühnern gekommen.

Mit dem Kleintiervirus hat er sich nach eigenem Bekunden wohl schon ganz früh in der Kindheit infiziert. „Ich war vielleicht vier Jahre alt, da hatte mein Opa Leopold in Heringen Hasen und Hühner. Da bin ich immer sehr gerne gewesen“, erinnert sich Ringl.

Noch heute engagiert er sich in seinem Heimatverein in Kleinensee ebenso wie bei den Züchtern in Bad Hersfeld. Zudem ist er noch Mitglied im deutschlandweit agierenden Sonderverein der schwarzen Zwergwyandotten.

Von Mario Reymond

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