Drei Flüchtlinge unterstützen Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses Hausen

Syrer helfen fleißig mit

Die Renovierungsarbeiten im Hausener Karl-Dippoldsmann-Haus gehen dem Ende entgegen: (von links) Sipah Abdalla, Wolfgang Hartwig, Norbert Braun, Firas Osman, Erwin Albert und Khalil Saluokha legten letzte Hand an. Foto: Löwenberger

Hausen. Sie heißen Khalil Saluokha, Firas Osman und Sipah Abdalla, sie kommen aus Syrien und sie helfen mit bei der Renovierung des Karl-Dippoldsmann-Hauses in Hausen.

Die Verständigung ist schwierig: Ein paar Brocken Englisch, ein bisschen Deutsch, weiter helfen Hände und Füße, Gesten und Fingerzeige. „Die drei Jungens sind gut drauf“, sagt Malermeister Norbert Braun, „sie sehen die Arbeit und haben fleißig geholfen.“ Die Stimmung ist gut und entspannt zwischen Farbeimern, Holzleisten, Tapetenrollen und jeder Menge Gerätschaften im Saal des Dorfgemeinschaftshauses. Hier wird gestrichen, da wird tapeziert und dort noch eine Verkleidung angebracht und Firas, Khalil und Sipah sind mittendrin und fassen mit an. „Da muss man nicht viel reden“, ergänzt Erwin Albert, „es klappt auch so und es macht uns allen viel Spaß.“

Seit rund sechs Monaten sind die drei Flüchtlinge in Deutschland. Über die Balkanroute haben sie sich durch geschlagen. Ende September sind sie dann nach Oberaula gekommen. Seitdem leben sie in einer Wohngemeinschaft mit weiteren elf Männern im Alter zwischen 20 und 25 Jahren in einem Wohnhaus in Oberaula. Was sie in ihrer Heimat gemacht haben, lässt sich nicht wirklich erfragen, immerhin so viel wird klar: alle drei haben einen Schulabschluss. Seit sie hier sind, lernen sie Deutsch. Zunächst bei der Volkshochschule, jetzt in einem 300-stündigen Aufbaukurs, vier Tage die Woche, jeweils vier Stunden. „Deutsch lernen gut“, sagt Khalil mit strahlendem Lachen und wendet sich wieder seiner Arbeit zu. Die Idee, Flüchtlinge in die Renovierungsarbeiten einzubeziehen, entstammte dem Arbeitskreis Flüchtlinge, der sich im Sommer vergangenen Jahres zusammengefunden hatte und dem mittlerweile 20 Personen angehören. Nach Rücksprache mit der Kommune fragten Jörg Albert und Irene Berg bei den jungen Männern nach. Firas, Khalil und Sipah meldeten sich spontan.

Von Bernd Löwenberger

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