Gemeinde hat Elektroauto als neuen Dienstwagen in Betrieb genommen

Mit Strom durch Oberaula

E wie elektrisch: Bürgermeister Klaus Wagner mit dem neuen Dienstwagen der Gemeinde Oberaula, der elektrisch angetrieben wird. Im Hintergrund steht das alte Vorgängerfahrzeug. Foto: Eisenberg

Oberaula. Ohne Abgase und nahezu lautlos sind die Oberaulaer Rathausmitarbeiter jetzt bei ihren Dienstfahrten durch den Luftkurort unterwegs.

Als neuen Dienstwagen hat die Gemeinde ein Elektroauto der Marke Renault in Betrieb genommen. Das Fahrzeug soll den in die Jahre gekommenen Dienst-Golf ersetzen. Den neuen Elektroflitzer hat die Gemeinde zunächst für drei Jahre geleast. Dank einer Förderung durch die EAM-Tochter EKM (Energieeffizienz kommunal mitgestalten) fielen sehr niedrige Raten an, erläutert Bürgermeister Klaus Wagner.

Lohnenswert

Nicht nur deshalb lohne sich die Anschaffung für die Gemeinde Oberaula auch finanziell. Eine Fahrt im alten Dienstwagen habe umgerechnet rund sieben Euro pro 100 Kilometer gekostet. Bei dem Elektroflitzer sinke dieser Wert auf unter vier Euro. Zudem sei das Fahrzeug zehn Jahre lang steuerfrei. Die Reichweite einer Akku-Füllung beträgt laut Bürgermeister Wagner etwa 160 Kilometer. Die Lade-Infrastruktur in den umliegenden Städten und Gemeinden sei vergleichsweise gut ausgebaut.

Neue Ladesäule

In Oberaula selbst werden die Energiereserven des Dienstwagens derzeit noch an der alten Ladesäule hinter dem Rathaus aufgefüllt. Das dauere mit einer Ladezeit von 11 Stunden noch vergleichsweise lang. Derzeit lässt die Gemeinde auf dem Rathausvorplatz aber eine neue Schnellladesäule errichten, mit der die Akkus innerhalb einer Stunde gefüllt sein sollen. Der Bau der 14 000 Euro teuren Anlage wird ebenfalls von der EKM und weiteren Sponsoren unterstützt, sodass die Gemeinde nur 1000 aus eigener Tasche tragen muss. Die neue Stromtankstelle werde natürlich nicht nur für den neuen Dienstwagen gebaut, sondern stehe allen Besitzern von Elektrofahrzeugen zur Verfügung, erläutert Bürgermeister Klaus Wagner.

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