Sportwagen sterben im Stundentakt - Mehr als 500 000 Euro Schaden bei vier Unfällen

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Vier teure Sportwagen wurden in vier Tagen wegen überhöhter Geschwindigkeit auf nasser Fahrbahn zu Schrott gefahren. (Collage: Wichmann)

KIRCHHEIM/KNÜLLWALD. In nur vier Tagen wurden vier Sportwagen auf den Autobahnen in der Region zu Schrott gefahren. Der Gesamtwert der verunglückten Autos dürfte sich dabei auf über eine halbe Million Euro belaufen.

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Begonnen hatte das Sportwagensterben am vergangenen Mittwoch auf der A 7 zwischen den Anschlussstellen Kircheim und Bad Hersfeld-West. Erstes Opfer war dabei ein 160 000 Euro teurer Maserati. Dessen Fahrer hatte auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über sein erst wenige Stunden zuvor erworbenes Auto verloren. Ein 27 Jahre alter Hamburger zerlegte dann am vergangenen Freitagabend gegen 20.10 Uhr auf der Autobahn 7 in der Gemarkung Knüllwald sein 235 000 Euro teures McLaren Coupé.

Videobericht

Der Mann, der auf der A 7 von Hamburg in Richtung Frankfurt unterwegs war, hatte nach Angaben der Polizei zwischen Homberg/Efze und Bad Hersfeld-West aus Unachtsamkeit die Kontrolle über seinen 600-PS-Boliden verloren. In einer Rechtskurve prallte das Luxusauto zuerst gegen die Mittelschutzplanke aus Beton, wurde von dort abgewiesen und krachte in die Schutzplanke am rechten Fahrbahnrand. Nachdem der McLaren etwa 50 Meter Leitplanke niedergewalzt hatte, kam er auf dem Standstreifen zum Stehen.

Wie der Fahrer, der bei dem Unfall nicht verletzt wurde, erklärte, nannte er den Flitzer erst seit sechs Wochen sein Eigen. Der 27-Jährige überstand den Unfall unverletzt.

Kurz hintereinander

Zwei weitere Sportwagen sind dann am Samstag innerhalb von zwei Stunden auf der A 4 kurz hinter dem Kirchheimer Dreieck verunglückt. Nach Angaben der Polizei lagen die Unfallstellen nur wenige Meter auseinander. Zunächst hatte gegen 15 Uhr der Fahrer einer 612 PS starken Dodge Viper SRT vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto verloren. Die Viper krachte in die Mittelleitplanke. Der Wagen ist Schrott. Schaden: 100 000 Euro. Der Fahrer aus Bad Langensalza, der den Wagen erst drei Stunden vor der Karambolage in Lüdenscheid abgeholt hatte, blieb unverletzt. Um 16.50 Uhr schleuderte dann eine Corvette wegen Aquaplaning von der Piste und landete im Flutgraben. Fahrer und Beifahrerin blieben unverletzt. Das Auto dagegen wird wohl nie wieder auf einer Straße unterwegs sein.

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Vier teure Sportwagen  auf nasser Fahrbahn zu Schrott gefahren

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