Kaum noch Zwischenfälle mit Flüchtlingen aus Motel – Händler beklagten Diebstähle

Situation hat sich beruhigt

Unterkunft für Flüchtlinge: Das ehemalige Motel am Kirchheimer Dreieck. Foto: Archiv

Kirchheim. Nachdem die örtlichen Einzelhändler in den vergangenen Monaten über Diebstähle durch Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Kirchheimer Motel geklagt hatten, gibt es derzeit keine größeren Probleme oder Auffälligkeiten. Das berichtete Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch während der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Im September hatte es eine Zusammenkunft mit Vertretern des Regierungspräsidiums Gießen, der Polizei, der Geschäftsleute sowie des Kreises und der Gemeinde gegeben. Auffällig geworden seien nach Aussage der Geschäftsleute vor allem Flüchtlinge aus Albanien und dem Kosovo, berichtete Koch. Zu diesem Zeitpunkt waren 376 Albaner, 24 Kosovaren und acht Syrer im Motel untergebracht.

Polizei zeigte Präsenz

Als einzige Mitarbeiterin des Regierungspräsidiums sei eine Sozialarbeiterin des Regierungspräsidiums Gießen einmal in der Woche von 9.30 Uhr bis 15 Uhr anwesend gewesen. Diese habe nach eigenem Bekunden hauptsächlich auf die albanischen Flüchtlinge eingewirkt, freiwillig in ihr Herkunftsland zurückzukehren, da ihr Asylantrag mit großer Wahrscheinlichkeit abgelehnt werde. Die Polizei habe seinerzeit verstärkte Präsenz in Kirchheim zugesagt und sei dem auch nachgekommen, berichtete der Bürgermeister. Das habe zu einer Entspannung der Situation beigetragen.

Derzeit seien 420 Flüchtlinge im Motel untergebracht, darunter nur noch 20 Albaner. Einige junge Frauen aus der Gemeinde hätten zudem damit begonnen, die gesammelte Kleiderspenden in einem Raum des Motels zu sortieren und an die Flüchtlinge auszugeben. Weitere Helfer werden laut Koch gesucht. Sie können über das Rathaus Kontakt mit den Initiatoren aufnehmen.

Kontakt: Gemeindeverwaltung Kirchheim, 06625/92000 In Kirchheim ...

Von Jan-Christoph Eisenberg

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