Sängergruppe löst sich auf – Kleines Denkmal für lange Tradition

Rotkäppchen erinnert an den Chorgesang

Eine Rotkäppchenskulptur samt Wolf haben Hans Diebel, Hans Hehr, Helmut Conradi und Karl-Heinz Manz (von links) zur Erinnerung an den Gemischten Chor Friedigerode an der Schutzhütte vor dem Eisenberg aufgestellt. Foto: Löwenberger

Friedigerode. Der gemischte Chor Friedigerode wird sich zum Ende des Jahres auflösen. Grund dafür ist schlicht Nachwuchsmangel.

Krankheiten und Todesfälle hätten in den vergangenen Jahren den Fortbestand des Chores in hohem Maße beeinträchtigt, sagt der ehemaligen Ortsvorsteher Hans Hehr. Nachwuchssängerinnen und -sänger indes waren und sind nicht in Sicht. „Damit gehen 123 Jahre Chorgesang in Friedigerode dem Ende entgegen“, bedauert Hehr.

Podest aus Basaltsteinen

Damit der Chor im Dorf nicht in Vergessenheit gerät, haben die Sänger jetzt ein kleines Denkmal gesetzt. An der Schutzhütte vor dem Eisenberg wurde aus in der Gemarkung gesammelten Basaltsteinen ein Podest geschaffen. Darauf wurde eine aus Steinguss gefertigte, etwa 70 Zentimeter große Figur des Rotkäppchens samt Wolf installiert. Eine gläserne Tafel weist auf die Stifter hin. 25 Arbeitsstunden und 800 Euro wurden investiert. Jetzt hofft man, dass sich Feiernde und Wanderer an der Figur erfreuen und noch lange an den Chorgesang im Dorf erinnern. (lö)

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