Mammutblut, Honigmeet, Feuerwurst und Feuerwasser

Hausen: Speerwurf wie in der Steinzeit

Nachdem der Vorsitzende der Steinzeitfreunde Hausen, Uwe Bickert, demonstriert hatte, wie es funktioniert, versuchten sich am Sonntagnachmittag zahlreiche Gäste des Steinzeittages in der altertümlichen Technik des Speerwerfens. Foto: Löwenberger

Hausen. Eine besondere Technik beim Speerwerfen beschäftigte am Sonntagnachmittag viele Besucher des Tages in der Steinzeit im Oberaulaer Ortsteil Hausen.

Dabei wird am hinteren Ende eines etwa zwei Meter langen Speeres ein etwa ellenlanger Stock eingehakt. Der soll durch die Hebelwirkung dafür sorgen, dass das Geschoss – so man es denn kann – mehr Schwung bekommt und weiter fliegt. Zahlreiche Besucher wollten das versuchen und im Laufe des Nachmittages entwickelte sich unter den Probanden ein regelrechter Wettbewerb, garniert mit jeder Menge „dummer“ Sprüche.

Zum siebten Mal hatten die Steinzeitfreunde Hausen auf ihr Gelände eingeladen. Da wurden mit Feuerstein, Pyrit und Zunder Feuer entfacht. Roland Hühn war in diesem Jahr erste, der es schaffte, dem Häufchen trockenem Stroh in seinen Händen mit viel Geduld und sanftem Atem ein offenes Flämmchen zu entlocken. Das wurde vorsichtig in die Feuerstelle gelegt und reichte tatsächlich aus, um das Lagerfeuer zu entzünden. Aber auch danach versuchten sich noch viele an dem „steinzeitlichen Feuerzeug“.

Daneben wurden auf einem Dachziegel über offenem Feuer dünne Fladenbrote gebacken oder aus Feuersteinen kleine Spitzen geschlagen, mit denen sich Löcher in Holzscheiben bohren ließen.

Langsam entwickelt sich das kleine Fest zu einer Art Neujahrsempfang für die Oberaulaer. Bei Mammutblut, Honigmeet, Feuerwurst und Feuerwasser trifft man sich, wünscht sich ein frohes neues Jahr und plaudert in lockeren Runden über das, was war, und das, was kommt.

Von Bernd Löwenberger

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