Kirchheimer Haushalt mit 50 000 Euro Überschuss

Neue Ideen für das Freibad gesucht

Manfred Koch

Reckerode. Der Kirchheimer Haushaltsentwurf für das laufende Jahr, den Bürgermeister Manfred Koch am Donnerstagabend in Reckerode den Gemeindevertretern vorstellte, weist einen Überschuss von 50 000 Euro auf. Dennoch sprach der Rathauschef von einer angespannten Haushaltslage, beklagte den Spagat zwischen dem Spardiktat des Landes und dem Versuch, die Gemeinde lebenswert zu erhalten.

Einnahmen von 5,41 Millionen Euro stehen Ausgaben von 5,36 Millionen Euro entgegen. Weitere Steuererhöhungen sind im laufenden Jahr nicht vorgesehen; die Hebesätze von Grundsteuer A und B liegen aktuell bei 600 und 500, der Gewerbesteuersatz bei 380 Punkten. Für Investitionen sind 7000 Euro für Anschaffungen der Verwaltung, 3000 Euro Zuschüsse für Vereine, 45 000 Euro für Atemschutz und Digitalfunk bei den Feuerwehren, 1000 Euro für als Förderung für Junge Familien für den Erwerb von Wohnimmobilien sowie 5000 Euro für Kindertagesstätte und Gemeindebücherei. Der Wirtschaftsplan der Gemeindewerke schließt bei Einnahmen von 3,8 Millionen und Ausgaben von 3,755 Millionen Euro mit einem Überschuss von 45 000 Euro ab. Während bei Wasser und Abwasser ein Überschuss von 250 000 Euro erzielt werde, verursache das Freibad einen Verlust von 197 500 Euro – 60 000 für Abschreibungen und 137 500 aus dem operativen Geschäft. „Um den langfristigen Betrieb des Bades zu sichern, muss über Veränderungen von Öffnungszeiten aber auch das Betreibermodell nachgedacht werden“, kündigte Koch an. Ebenfalls geschmälert werde der Jahresgewinn durch negative Ergebnisse beim Naturpark (minus 6000 Euro) und im Bereich Energie (minus 1500 Euro).

Straßen- und Kanalbau

1,2 Millionen Euro sind in diesem Jahr für Baumaßnahmen und Anlagevermögen vorgesehen: Dazu zählen Straßenbau und Freiflächengestaltung in Goßmannsrode und Allendorf´und Erneuerung von Spielgeräten sowie der Heizung im Bürgerhauses. Kanalbauarbeiten werden in diesem Jahr in der Goßmannsröder Straße und der Rainstraße in Allendorf fällig. Für den gleichzeitigen Austausch der Wasserleitungen sind 200 000 Euro vorgesehen. Der Haushaltsentwurf wird in den kommenden Wochen in den Fraktionen und Ausschüssen diskutiert, bevor die Gemeindevertreter ihrer nächsten Sitzung darüber abstimmen.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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