Feuerwehr Gershausen warb um Kinder

Ein Tag nur für den Nachwuchs

Brandschutz hautnah erleben: Aktive der Feuerwehr Gershausen machen die Kinder mit Atemschutzmasken vertraut. Foto: Miehe

Gershausen. In Anbetracht der schwindenden Mitgliederzahlen stellt sich der Verein Freiwillige Feuerwehr Gershausen die Frage: „Und wer fährt in 15 Jahren das Feuerwehrauto?“ Aus diesem Grund veranstalteten sie nun einen Tag für ihren Feuerwehr-Nachwuchs.

Bereits seit Februar hatten sich Gershausen, Allendorf, Reimboldshausen und Kemmerode, die kleineren Gemeinden im Ibratal, mit ihren Einsatzabteilungen zur Freiwilligen Feuerwehr Ibratal zusammengeschlossen. Jeder Ortsteil hat jedoch einen eigenständigen Feuerwehrverein beibehalten. Die zusammengelegte aktive Einsatzabteilung steht unter Leitung des Gershäuser Wehrführers Holger Kamp.

Familiennachmittag

Der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Gershausen initiierte nun mit seinem Vorsitzenden Dirk Seifert und seinem Stellvertreter Dieter Loch – letzterer war von 1975 bis 2000 auch Wehrführer – einen Familiennachmittag. Insbesondere war dem Verein daran gelegen, Kinder für seine Ziele anzusprechen. Und so animierte man diese auf vielfältige Weise. Mit zehn Spielstationen einer Feuerwehr-Olympiade wurde der potentielle Nachwuchs aktiviert. Und was man bei der Feuerwehr so alles tun kann und muss, zeigte dann die Bambini - Feuerwehr aus Kirchheim unter Leitung von Iris Reinmöller und Melanie Hetzer – in dieser Nachwuchsgruppe werden Kinder ab einem Alter von sechs Jahren an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt. Da die Jüngsten mit Bravour schon ein brennendes Auto löschten, überreichte ihnen Anne Loch eine selbstgefertigte kleine Spritzwand.

Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch hatte dann mit Gemeindejugendfeuerwehrwart Mathias Reinmöller in Anwesenheit von Bürgermeister Manfred Koch für Alt und Jung die Handhabung von Feuerlöschern sowie das richtige Verhalten bei einem Fettbrand auf dem Herd gezeigt und wies auf die Gefahr einer Explosion von erhitzten Spraydosen hin. Ein großer Stand informierte darüber hinaus über Rauchmelder. Den Abschluss bildete ein Entenrennen auf der Ibra – als schnellste unter den 100 gestarteten Plastikenten schaffte die Ente von Johanna Schenk aus Allendorf den Parcours. (bm)

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