Rotkäppchenwoche: Mit dem Navi oder dem Smartphone durch Oberaula

Moderne Schnitzeljagd

Unter Anleitung von Heinz Berg und Karin Bachmann-Berg (2. und 3. von links) gaben Bürgermeister Klaus Wagner, Carsten und Heike König (von links) die Koordinaten für den nächsten Waypoint in ihre Smartphones ein, während Renate Willhardt (hinten) schon mal eine erfrischende Stärkung bereithält. Foto: Löwenberger

Oberaula. Zehn markante Punkte in der Kerngemeinde hat Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner ausgesucht. Karin Bachmann-Berg und ihr Ehemann Heinrich Berg haben daraus einen etwa sechs Kilometer langen innerörtlichen Rundkurs erarbeitet. Die Führung übernimmt das Navigationsgerät oder ein entsprechend ausgestattetes Smartphone.

Geocaching nennt sich die moderne Schnitzeljagd mit satellitengeführter Technik. Der Einstieg in die Tour liegt bei N 50˚ 51.694, O 009˚ 28.379. Für alle, die jetzt gerade kein Navi zur Hand haben: Das ist am Ufer des Osterteichs, gleich neben dem Vereinsheim des Angelsportvereins. Weitere neun Koordinaten, die wir hier jetzt nicht nennen, führen zu den Sehenswürdigkeiten durch die Gemeinde. Rund zwei Stunden Zeit sollte man für die Runde kalkulieren.

Im Rahmen der Rotkäppchenwoche fand am Samstagnachmittag mit Treffpunkt am Osterteich ein erster Probelauf statt. Gegenständliche Caches, also Funde, gibt es nicht. Dafür wird an jeder Station eine Frage gestellt, deren Antwort am Ende immer eine Zahl ist und aus diesen Zahlen muss danach – mit einigem Einfallsreichtum – das Lösungswort gebildet werden. Der ausgefüllte Teilnahmebogen kann dann beim Tourismusbüro im Rathaus, wo er auch abgeholt wurde, wieder abgegeben werden.

Einmal pro Quartal wird unter den Teilnehmern mit der richtigen Lösung ein Schlemmermenü für zwei Personen in einem ausgewählten Restaurant im Rotkäppchenland verlost.

Neuzeitliche Attraktion

Obwohl es im Bereich rund um Oberaula bereits mehr als 150 Geocaches gibt, die meisten eingerichtet von der Familie Berg, erhofft sich die Kommune durch dieses Angebot eine weitere neuzeitliche Attraktion für ihre Besucher. Geocaching galt noch vor knapp zehn Jahren als Geheimtipp, erfreut sich aber mittlerweile immer größerer Beliebtheit. Nicht wenige Touristen machen ganz gezielten Geocaching-Urlaub. Kurzurlauber oder Tagungsgäste erkunden die Umgebung, indem sie mal eben den einen oder anderen Cache suchen.

Wer es selbst mal probieren will: Im Internet gibt es die notwendigen Apps für Smartphones, teilweise komplett kostenlos. Einfach mal nach „geocaching app“ suchen, installieren und dann ein wenig üben und probieren. Zwei Dinge sollte man dabei allerdings im Auge behalten: Die Programme ziehen jede Menge Strom aus dem Akku und weil sich das Smartphone, je nach Einstellung, auch immer wieder ins Internet einloggt, sollte man sich vorher seinen Vertrag mit dem Provider genau ansehen, damit es keine unangenehmen Überraschungen bei der Handyabrechnung gibt. Und Heinz Berg warnt: „Vorsicht, es kann süchtig machen.“ (lö)

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