Gleich zwei Kirchheimer sind für die 100. Spende ausgezeichnet worden

50 Liter Blut gespendet

Gleich läuft der 50. Liter: Burghard Ickler wird gerade auf seine 100. Blutspende vorbereitet. Fotos: Miehe

Kirchheim. Wer hundertmal zum Blutspenden gegangen ist, der kann sich zugutehalten, dass er bereits 50 Liter Blut gespendet hat – bildlich gesehen füllt diese Menge zum Beispiel über vier Kästen Mineralwasserflaschen. Mit Walter Hellwig und Burghard Ickler konnte der Kirchheimer DRK-Ortsverein gleich zwei Spender für ihr hundertmaliges unentgeltliches Blutspenden zur Rettung von Schwerkranken und Verletzten auszeichnen.

Als Zeichen des Dankes für ihre beispielhafte Hilfsbereitschaft wurde ihnen neben der Verleihungsurkunde die Rote-Kreuz-Uhr mit dem eingeprägten Danke-Signum und ein Einkaufsgutschein in Höhe von 30 Euro überreicht.

Gertraude Burghardt aus Reckerode und Stephan Hahn aus Kirchheim wurden zudem für fünfzigmaliges Spenden geehrt. Außerdem hat man noch Elke Baurhenne für fünfundzwanzigmaliges und Bianca Hofmann für zehnmaliges Spenden ausgezeichnet.

Die Ehrungen nahm die Vorsitzende Christa Hahn, nunmehr Nachfolgerin des langjährigen Vorsitzenden Heinrich Kurz, mit Horst Seyffarth, dem Kirchheimer Bereitschaftsleiter, vor.

Horst Seyffahrt hat selbst vor einigen Jahren bei einer Beinamputation am eigenen Leib erfahren, wie wichtig es ist, dass die Ärzte auf Blutkonserven zurückgreifen können. Das Engagement beim Roten-Kreuz war ihm allerdings schon lange eine Herzensangelegenheit – seit 53 Jahren ist er Mitglied und seit über 40 Jahren Bereitschaftsführer in Kirchheim; zudem hat er sich im Kreisverband mit engagiert.

Mit Freude stellte Christa Hahn mit ihren Helfern, die das Spenden vorbereitet und für das leibliche Wohl gesorgt hatten, fest, dass bei diesem Termin 69 Spender, darunter drei Erstspender, zu verzeichnen waren; bei früheren Spendenaufrufen waren es aber auch schon wesentlich mehr.

Der Kirchheimer DRK-Ortsverein im Bürgerhaus richtet dreimal jährlich einen Blutspendetermin aus, sodass man vor Ort immer wieder die Gelegenheit dazu hat, und die sollten möglichst noch mehr Bürger wahrnehmen. Der hundertmalige Spender Walter Hellwig begründet sein beispielhaftes Engagement jedenfalls damit, dass er damit nicht nur etwas für andere tue, sondern letztlich auch etwas Gutes für sich selbst. Schließlich geht er davon aus, dass die Blutspende für seine Gesundheit förderlich sei und unter anderem den Blutdruck niedrig halte.

Und Stephan Hahn will auch seit nunmehr fast zwanzig Jahren dazu beitragen, dass andere, die im Bedarfsfalle Blutzufuhr benötigen, dies bekommen können – nicht zuletzt aus dem Grund, dass er mit A Rhesus negativ eine recht seltene Blutgruppe hat. Ja, er versucht wie auch andere langjährige Spender immer wieder, andere zu motivieren, auch mal zum Spenden zu gehen. Schließlich weiß er aus eigener Erfahrung, dass man manchmal einen kleinen Anstoß braucht, um sich aufzuraffen.

Von Brunhilde Miehe

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