Schwerer LKW-Unfall am Kirchheimer Dreieck

Lastwagenfahrer im Führerhaus eingeklemmt

+
Lkw-Unfall am Kirchheimer Dreieck

Kirchheim. Zu einem schweren Unfall kam es am Freitagmorgen gegen 01.30 Uhr auf der A7 zwischen dem Kirchheimer Dreieck und Hersfeld West in Fahrtrichtung Norden. Der Fahrer eines Lastzuges aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg fuhr aus bisher ungeklärter Ursache auf einen langsam bergauf fahrenden Baustellenlaster auf.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Kirchheim aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Während der Rettungsarbeiten, als sich der Notarzt auf der Rettungsbühne am Fahrzeug befand, Rettungsassistenten im Fahrzeug den Fahrer betreuten und die Feuerwehrleute gerade mit Rettungsschere und Rettungsspreitzer den Fahrer befreien wollten, rollte der Laster rückwärts und krachte gegen einen etwa 10 Meter dahinter stehenden Lastzug, der durch den Aufprall ebenfalls stark beschädigt wurde. Hierbei rissen auch die Aggregate für das schwere Rettungsgerät aus den Halterungen der Feuerwehrfahrzeuge und krachten auf die Autobahn.

Nur wenig später konnte der schwer verletzte Fahrer trotzdem aus seinem Fahrerhaus befreit und mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren werden. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Norden voll gesperrt werden. Es bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern Länge. Nach ersten Erkenntnissen hatte der 62-jährige LKW-Fahrer des mit 7 Tonnen Paketen beladenen Lastzuges, die Geschwindigkeit des mit Rohton für die Ziegelindustrie voll ausgeladenen Muldenkippers überschätzt der in der Steigung nur relativ langsam vorankam, und war auf dessen Heck aufgefahren. An dem Sattelauflieger mit Kipper-Aufbau entstand vergleichsweise geringer Sachschaden in Höhe von etwa 5.000 Euro.  Auch die 44-jährige Fahrerin wurde nicht verletzt und kam mit dem Schrecken davon.

An der Zugmaschine des auffahrenden Lastzuges entstand Totalschaden. Der mitge-führte unbeladene Anhänger mit Containerchassis wurde erst im weiteren Verlauf durch den rückwärtigen Aufprall auf den stehenden Lastzug im Zuge des Zurückrollens beschädigt. Auch hier entstand Totalschaden. Der Sachschaden an dem stehenden Lastzug aus Braunschweig wurde durch die auf-nehmenden Beamten der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld, mit etwa 8.000,- € beziffert. Der bei dem Verkehrsunfall entstandene Gesamtschaden dürfte nach ersten Schätzungen bei etwa 120.000 Euro liegen. Der verletzte Fahrer wird derzeit laut Polizei intensivmedizinisch behandelt.

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauerten bis etwa  5 Uhr am Morgen an. (yk/jce)

Kommentare