Erste Schule im Kreis hat von 45 auf 60 Minuten umgestellt

Längere Schulstunden bleiben die Ausnahme

Hersfeld-Rotenburg. Die Grundschule Aulatal in Kirchheim hat als erste Schule im Kreis hat in diesem Schuljahr von 45-minütigen auf 60-minütige Schulstunden umgestellt.

Obwohl Schulleiter Mirko Ochs nach den ersten Monaten ein positives Fazit zieht, wird es wohl ein Einzelfall im Kreis bleiben.

Durch weniger Stunden- und Lehrerwechsel werde dem Vormittag die Hektik genommen. Zudem bleibe mehr Zeit, individuell auf die Schüler einzugehen, berichtet Ochs von den ersten Erfahrungen. Diese Anpassung der Unterrichtszeiten sei vom Kultusministerium für ganztägig arbeitende Schulen ausdrücklich vorgesehen, sagt die Leiterin des staatlichen Schulamts Bebra, Anita Hofmann.

Auch andere Grundschulen im Kreis hätten auf Unterricht in Blöcken umgestellt, teilweise mit offenem Arbeiten zu Beginn. In der Regel seien diese aber 90 Minuten lang, also zwei herkömmliche Schulstunden. „Alle Vorgaben sind auf 45 Minuten ausgerichtet“, erklärt Hofmann. Bei anderen Zeitmodellen müsse umgerechnet und die Einhaltung dokumentiert werden.

An weiterführenden Schulen stehen einer Umstellung oft äußere Zwänge entgegen. So habe man sich vor einigen Jahren an der Blumensteinschule Obersuhl mit unterschiedlichen Zeitmodellen beschäftigt, berichtet Schulleiterin Doritha Rudschewski. Die Pläne wurden aber nicht weiterverfolgt, nachdem der Schule signalisiert wurde, dass die Schülerbeförderung nicht auf die geänderten Zeiten abgestimmt werden kann.

Auch an der Gesamtschule Niederaula würde eine Umstellung laut Schulleiterin Nicole Hoff schon am Busfahrplan scheitern. Für die Bad Hersfelder Modellschule Obersberg sind 60-minütige Schulstunden kein Thema. Hier setzt man schon länger auf 90-minütige Doppelstunden, erklärt Schulleiter Karsten Backhaus.

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