Knüllgebirgsverein bietet eine kostenlose Ausbildung zum Wegezeichner an

Pinseln, hämmern, kratzen: Die Aufgaben eines Wegezeichners für Wanderwege sind vielfältig, wie hier Matthias Hucke vom Knüllgebirgsverein zeigt. Archiv-Foto: Thiery/nh

Oberaula. Ein gut gepflegtes und markiertes Wegenetz ist Voraussetzung dafür, dass Wandern Freude macht. Im Knüllgebirgsverein sorgen zahlreiche Wegezeichner für Orientierung. Im vergangenen Jahr hatte der Verein eine Ausbildung speziell für diese Aufgabe angeboten – mit so großem Erfolg, dass es nun einen Folgekurs geben soll.

Schulungstermine

Am Freitag und Samstag, 22. und 23. April, findet dazu ein Seminar in der Gaststätte „Zum Efzegrund“ in Schwarzenborn-Grebenhagen statt. Am Freitag dauert die Ausbildung von 14 bis 18 Uhr, am Samstag von 9 bis 15 Uhr. Getränke und Verpflegung sind jeweils frei. Schulungsleiter ist Carl-Michael Sauer vom Wanderverband Hessen. Die Kosten für die Ausbildung übernimmt der Knüllgebirgsverein.

Verein mit 2000 Mitgliedern

Der Knüllgebirgsverein ist einer von 57 Gebietswandervereinen in Deutschland und hat 2000 Mitglieder in 14 Zweigvereinen. Für die Wegemarkierung werden Menschen gesucht, die gern in der Natur sind und sich für diese ehrenamtliche Aufgabe engagieren möchten, erklärt Schulungswart Matthias Hucke. Die Wanderwege seien wie ein Spinnennetz im Wald, meint er. „Die Zeichen, die Wanderern den Weg weisen, kommen in die Jahre, sie verwittern oder Schilder fallen ab“, sagt Hucke.

Ausrüstung

Die Wegezeichner sind mit einem kleinen Werkzeugkasten ausgestattet, indem sich Pinsel und Farbe, Hämmerchen, Nägel und Schilder befinden. Aluminiumnägel werden verwendet, um die Bäume nicht zu beschädigen. Eine Rosenschere befindet sich auch in dem Kästchen, manchmal müssten kleine Äste abgeschnitten oder alte Farbe abgekratzt werden. Der Werkzeugkasten wird den Teilnehmern nach absolvierter Ausbildung vom Verein gestellt.

Kursinhalt

In dem Kurs werde erklärt, um welche Zeichen es sich handle und wie gearbeitet wird. Man lerne viel über das handwerkliche Vorgehen, aber auch über rechtliche Gesichtspunkte. Nicht überall dürfe man alles anbringen, da gebe es Vorschriften, zudem müssen Protokolle geführt werden.

Die Wege zu kennzeichnen, sei eine uralte Aufgabe der Wandervereine, sagt Hucke. Und eine sehr aufwändige zudem. Auf einem Kilometer befänden sich gut zehn Zeichen. Auf dem Gebiet des Knüllgebirgsvereins gebe es immerhin 1800 Kilometer Wanderwege. • Informationen und Anmeldung zum Kurs: Bei Wolfgang Limmeroth, Telefonnummer 06675/234 und Volker Siebert, Telefon 05681/931760. (hro/zty)

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