75,03 Prozent der Wähler stimmten für den 54-Jährigen - Wahlbeteiligung: 58,56 Prozent

Kirchheim: Manfred Koch (SPD) bleibt Bürgermeister

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Bürgermeisterwahl in Kirchheim: Manfred Koch (Zweiter von rechts) mit (von links) Erster Kreisbeigeordneter Elke Künholz, Landtagsabgeordnetem Torsten Warnecke, Ehefrau Doris und und Landrat Dr. Michael Koch.

Kirchheim. Manfred Koch (SPD) bleibt Bürgermeister in Kirchheim. 75,03 Prozent der Wähler stimmten bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag für den 54-Jährigen, der als einziger Kandidat angetreten war.

Mit nein votierten 24,97 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,46 Prozent.

Obwohl der Ausgang der Kirchheimer Bürgermeisterwahl bei nur einem Kandidaten im Grunde absehbar war, geriet die Auszählung fast noch zur Zitterpartie. Besonders spannend machte es nämlich der kleine Ortsteil Rotterterode. Erst gegen 19.44 Uhr tauchte das Ergebnis aus dem Dorf mit nur 64 Wahlberechtigten als letztes auf der Leinwand im Sitzungssaal des Kirchheimer Rathauses auf – und wurde schon sehnsüchtig erwartet.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Doris, Tochter Jasmin, deren Freund und politischen Weggefährten verfolgte Amtsinhaber Manfred Koch (SPD) das Einlaufen der Ergebnisse. Und Laufen war dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Denn neue Entwicklungen kündigten sich in Form des Rathaus-Auszubildenden an.

Der musste an diesem Abend mehrfach die Treppe hinauf in den ersten Stock nehmen, um die Ergebnislisten aus dem Büro des Wahlleiters in einem Nebenraum zu bringen, von dem aus die Präsentation auf der Leinwand bestückt wurde. Den Anfang machte gegen 18.20 Uhr der Ortsteil Goßmannsrode, wo 67 Prozent der Wähler für den Amtsinhaber gestimmt hatten. Auch nachdem weitere Orte folgten, gab sich Koch alles andere siegessicher. „Was die Nervosität betrifft, macht es keinen Unterschied, ob es einen oder zwei Kandidaten gibt“, kommentierte der Rathauschef, dem die Aufregung deutlich anzumerken war. Das beste Ergebnis für den Amtsinhaber kam mit 86,2 Prozent aus Reckerode, das schlechteste mit 61,1 aus Reimboldshausen.

Als alle Bezirke ausgezählt waren, sprach Koch von einem guten Ergebnis und schloss in seinen Dank die Rathaus-Mitarbeiter, die Fraktionen, den Landkreis und vor allem seine Frau Doris ein. Die ersten Glückwünsche kamen von Landrat Dr. Michael Koch (CDU), der ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz, dem Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke und zahlreichen Parteifreunde der Kirchheimer SPD, aber auch vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Curth. Weitere Gratulanten warteten schon im Dorfgemeinschaftshaus in Kochs Heimatort Heddersdorf, wohin der 54-Jährige zur Wahlparty geladen hatte.

Warum dir Ergebnisse aus Rotterterode so lange auf sich warten lassen hatten, ließ sich auf die Schnelle nicht klären. Scherzhafte Vermutungen wurden freilich viele geäußert. Eine davon: „Vielleicht wollte sie einfach mal groß in der Zeitung rauskommen.“ (jce)

Hintergrund:

Manfred Koch ist seit November 1998 Rathauschef in der Autobahngemeinde. Die vierte Amtszeit des gebürtigen Heddersdorfers beginnt am 1. November. Koch lebt im Kirchheimer Ortsteil Heddersdorf, ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Bevor er 1998 zum Rathauschef gewählt wurde, war er Postbeamter.

Im Jahr 2009 kandidierte Koch für die SPD bei der Landratswahl im Kreis Hersfeld-Rotenburg, unterlag aber dem damaligen Amtsinhaber Dr. Karl-Ernst Schmidt. Bei der letzten Bürgermeisterwahl im Jahr 2010 hatte sich Koch mit 75,9 Prozent der Stimmen gegen Karin Abel durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 69,9 Prozent. (jce)

Bürgermeisterwahl in Kirchheim

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