Heimat- und Kulturverein leitet Schüler beim naturnahen Unterricht in Kirchheim an

Kinder können gärtnern

Ganz andere Einblicke: Imker Dieter Ingber zeigt den Kindern seine Bienenvölker. Foto: Miehe

Kirchheim. Wo in Regalen der Supermärkte diese oder jene Nahrungsmittel zu finden sind, wissen die meisten Kinder. Wie diese Lebensmittel jedoch in die Regale gekommen sind und wo und wie diese erzeugt wurden, da mangelt es mittlerweile auch Kindern vom Lande oft an den entsprechenden Kenntnissen.

Dem möchte das seit 2006 vom Kirchheimer Heimat- und Kulturverein initiierte Projekt Generationengarten vorbeugen. In der Zusammenarbeit mit der örtlichen Grundschule Aulatal, vor allem durch Annemarie Klöpfel, Lehrerin und Zweite Vorsitzende des Vereins, koordiniert. Man möchte den Kindern den Anbau von Nahrungsmitteln beibringen.

So wurde nun 36 Drittklässlern der Anbau von Kartoffeln gezeigt. Altlandwirt Georg Klotzbach hatte am Vortag das Land vorbereitet und einige ehrenamtliche Helfer hatten die Pflanzlöcher gehackt. Hans Fink informierte die Kinder schließlich eingehend über die Knollenpflanze. Dann galt es für die Schüler, in kleinen Gruppen die Kartoffeln zu setzen und mit Erde zu bedecken.

Dieter Ingber führte die andere Gruppe an seine Arbeit als Imker heran. Er informierte die Schüler über das wundersame Wirken der Bienen, so hat er doch auf dem Gelände auch Bienenvölker positioniert. In kleinen Gruppen erlebten die Kinder auf eindrucksvolle Weise die Prozesse der Natur.

Schüler lernen in der Natur

Demnächst werden die Kinder der dritten Klasse in dem Generationengarten noch eine Blumenwiese für die Bienen anlegen und die Kinder der ersten Klassen werden dort bald Rüben, Karotten und Kürbisse aussäen. Die Zweitklässler haben bereits vor Ostern Hafer ausgesät, sodass auch in diesem Jahr vielfältige Gewächse gedeihen werden.

Der Generationengarten wurde von Mitgliedern des Heimat- und Kulturvereins an idyllischer Stelle im Park von Axel von Baumbach angelegt, sodass die Kinder dort auch gleich naturnahe Spielräume haben und diese bei Sonnenschein auch nutzten. Die aktiven Senioren empfinden das Wirken im Generationengarten gleichsam auch als Treff, bei dem sie sich bei sinnvollem Tun austauschen können. Vor allem befriedigt sie, dass sie noch etwas aus ihrem Erfahrungsschatz an die Kinder weitergeben können und die Kinder sind dafür sehr dankbar. Der Generationengarten erweist sich als eine exzellente Brücke zwischen Jung und Alt. (bm)

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