Hilde und Hans Albert aus Oberaula feiern heute ihre Diamantene Hochzeit

60 Jahre Seite an Seite

Nach 60 Jahren Ehe freuen sich Hilde und Hans Albert aus Oberaula-Hausen auf die Feier ihrer Diamantenen Hochzeit im Kreise der Familie. Foto: Löwenberger

Hausen. Eigentlich heißt er ja Johannes, aber „Schrien se mo Hans, so kenne se ähn hee all“, (schreiben sie mal Hans, so kennen ihn hier alle). Hilde Albert sitzt am Tisch in ihrem kleinen, gemütlichen Wohnzimmer auf dem großen Anwesen in Oberaula-Hausen und erzählt erfrischend lebhaft aus ihrem Leben. Mal auf Platt, mal auf hochdeutsch und garniert mit Späßen.

Neben ihr sitzt Ehemann Hans. Er hört nicht mehr so gut und nach einigen Operationen ist er auch nicht mehr gut zu Fuß. Aber auch er ist noch recht fit und seine Hilde hilft ihm, das auch zu bleiben.

Heute vor 60 Jahren gaben sich die beiden vor dem Standesamt das Ja-Wort, am Tag darauf, am 27. November 1955, fand die kirchliche Trauung statt. Morgen wollen sie die Diamantene Hochzeit im Dorfgemeinschaftshaus gegenüber groß feiern und die beiden sind sich einig, dass dieses besondere Fest nicht vielen Paaren gegönnt ist. „Die ganze Sippschaft kommt“, sagt Hilde und meint das durchaus positiv, denn in der gesamten Familie herrsche große Einigkeit, betont sie.

Kinder, Enkel, Urenkel

Zur Sippschaft gehören auch die Kinder Hannelore und Hartmut samt Ehepartnern, die Enkel Yvonne, Maik, Robina und Robin und dann noch vier Urenkel. Hans Albert wurde 1930 in dem Haus in dem er heute wohnt geboren. Nach der Schule machte er eine Lehre als Schreiner, schlug sich nach dem Krieg mit diversen Tätigkeiten durch, ehe er bei dem damals renommierten Bauunternehmen Gbr. Völker seine berufliche Heimat fand.

Seine Ehefrau erblickte als Hilde Bierwirth 1936 in Görzhain das Licht der Welt. Nach der Schulzeit war sie stark im Elternhaus eingebunden. Die Poststelle, eine Schreinerei, Land- und Gastwirtschaft erforderten viel Einsatz und boten reichlich Möglichkeiten, sich zu entwickeln.

Kennen gelernt haben sich die beiden in der Bahnhofswirtschaft in Ottrau. Verantwortlich für die dortige Zusammenkunft war ein Freund von Hans, der sich bereits ein Mädel aus Görzhain „geangelt“ hatte. So traf man sich öfter, zunächst in der Gruppe, später auch mal alleine zu zweit. Und dann spielte da auch noch eine Tüte Bonbons eine besondere Rolle, die Hans zu einem der Treffen mitgebracht hatte.

Das aber wollen die beiden Jubilare nicht weiter ausführen. Und warum soll man nicht auch noch nach 60 gemeinsamen Ehejahren sein kleines Geheimnis mit sich tragen?

Von Bernd Löwenberger

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