Gemeinde verkauft Grundstück

Investor will Wohnanlage am Oberaulaer Sozialzentrum bauen

So könnte es aussehen: Ein dreigeschossiges Gebäude mit barrierefreien Wohnungen will Investor Torsten Spohr auf der Wiese hinter dem Oberaulaer Sozialzentrum errichten. Entwurf: Ingenieurbüro Schäfer

Oberaula. Das Oberaulaer Sozialzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Schule soll um ein Gebäude mit 13 barrierefreien Wohnungen erweitert werden.

Um dieses Bauvorhaben zu ermöglichen, haben die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Montagabend beschlossen, eine rund 1600 Quadratmeter große Fläche zum Preis von 35 Euro pro Quadratmeter an Investor Torsten Spohr aus dem Ottrauer Ortsteil Weißenborn zu verkaufen. Der Unternehmer will das Gebäude nach den Plänen des Oberaulaer Ingenieurbüros Schäfer errichten lassen und sucht bereits jetzt nach Interessenten.

Bei dem Bauplatz, der noch vermessen werden muss, handelt es sich um eine Teilfläche des ehemaligen Schulhofs und der angrenzenden Wiese auf der Rückseite des bestehenden Sozialzentrums. Bauingenieur Thomas Schäfer stellte während der Sitzung den derzeitigen Stand der Planung vor: Demnach soll ein dreigeschossiges Gebäude mit vier Wohneinheiten pro Etage sowie einer weiteren Wohnung im Souterrain entstehen. Alle werden über Balkon oder Terrasse verfügen. Drei Wohnungen sollen 66 Quadratmeter groß sein. Die übrigen Einheiten haben laut Schäfer eine Fläche von 53 bis 55 Quadratmetern und seien damit für eine oder zwei Personen ausgelegt. Mit 30 Quadratmetern etwas kleiner wird die Wohnung im Kellergeschoss.

Dank eines Aufzuges sollen alle Räume barrierefrei erreichbar und deshalb besonders für Senioren geeignet sein. In direkter Nachbarschaft befindet sich zudem das Sozialzentrum der Gemeinde mit Hausarzt- und Physiotherapiepraxis, Begegnungsstätte, Tagespflegestation und Appartements für betreutes Wohnen.

Dennoch richte sich das Angebot ausdrücklich nicht nur an Senioren, die Wohnungen seien auch für jüngere Singles oder Paare geeignet, betonte der Planer. Angedacht sei sowohl der Verkauf von Eigentumswohnungen als auch die Vermietung. Zu jeder Einheit soll auch ein Parkplatz gehören. Die Stellflächen sollen je zur Hälfte über den Laubenweg sowie eine neue Zufahrt von der Böhlstraße aus errichbar sein.

Die Baupläne fanden am Montagabend die einhellige Zustimmung der Redner beider Fraktionen. Investor Torsten Spohr hofft, im kommenden Sommer mit den Arbeiten beginnen zu können. (jce)

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