Saison wird verkürzt

Feriendorf am Eisenberg hat neue Leiterin

Steht an der Spitze: Petra de Buhr (links) ist seit Jahresbeginn die neue Leiterin des Feriendorfs „Günter Richta“ der Stadt Hannover auf dem Eisenberg bei Kirchheim. Küchenleiterin Erika Conradi geht nach 31 Jahren in den Ruhestand. Unser Foto zeigt beide auf dem Abenteuerspielplatz des Feriendorfs. Im Hintergrund ist der Fernmeldeturm auf dem Berggipfel zu sehen. Foto: Eisenberg

Willingshain. Das Feriendorf der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover bei Willingshain hat eine neue Leiterin.

Seit Jahresbeginn lenkt die 42-jährige Petra de Buhr die Geschicke der am Südhang des Eisenbergs gelegenen Freizeitanlage. Nach einjähriger Vakanzzeit hat sie die Nachfolge von Petra Nolte Porteus angetreten. Für die städtische Ferienanlage im Knüllgebirge hat sich die gelernte Erzieherin zuvor schon ehrenamtlich engagiert – als stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins und Mitglied im Beirat des Jugend-Ferienservice der Stadt Hannover. In dieser Funktion habe sie den Eisenberg auch erstmals besucht. „Mir war von der langen Autofahrt schlecht. Aber durch die gute Luft und die netten Menschen ging es mir gleich besser“, berichtet die 42-Jährige. Für ihre neue Aufgabe pendelt Mutter von Zwillingen im Teenageralter zwischen Hannover und der Dienstwohnung auf dem 25 Hektar großen Feriendorf-Gelände.

„Noch mehr Gästegruppen und noch mehr zufriedene Gäste“ – dieses Ziel hat sich die neue Leiterin gesetzt. Zwar haben Anfragen aus Hannover Vorrang, die Anlage stehe aber auch Gästen aus anderen Regionen offen. Insbesondere im näheren Umkreis sei das bei Schulklassen, Vereinen und Jugendgruppen bislang wenig bekannt. Und noch etwas hat sich die 42-Jährige vorgenommen: Die kleine Grillhütte im Wald mit einem Steinbackofen auszustatten und so das Freizeitangebot noch weiter auszubauen. Zudem denkt sie bereits an das Jahr 2017. Dann wird das Feriendorf sein 40-jähriges Bestehen feiern.

Mit der vergangenen Saison sind Petra de Buhr und Thomas Rott, Sachgebietsleiter des Jugend Ferien-Service Hannover, zufrieden. Etwa 500 Gäste mehr seien beherbergt worden, zudem würden auch die Aufenthalte länger. Allerdings konzentriere sich die Saison auf die Sommermonate. Ein Grund dafür seien die unsicheren Schneeverhältnisse. „Wir öffnen künftig nur noch von den Osterferien bis zu den Herbstferien“, erklärt Thomas Rott. Von den 20 Beschäftigten seien nur drei ganzjährig tätig. Für die Saisonkräfte verlängere sich jetzt die Zeit ohne Arbeit, räumt der Fachbereichsleiter ein. Sorgen macht den Feriendorf-Verantwortlichen auch die Bettensteuer. Nachdem ein Gericht die Kirchheimer Abgabe für rechtens erklärt hat, werde man sie ab dem kommenden Jahr auf die Gäste umlegen. Die Auswirkungen ließen sich noch nicht abschätzen. Bislang beherberge man zahlreiche Freizeiten für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Das Feriendorf mache keinen Gewinn, sondern werde von der Stadt Hannover jährlich mit 550 000 Euro bezuschusst, argumentiert Rott.

Die neue Leiterin ist übrigens nicht die einzige personelle Veränderung im Feriendorf: Nach 31 Jahren geht Küchenleiterin Petra Conradi aus Friedigerode in den Ruhestand.

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