Fröhliche Weihnachten mit dem Ensemble Blech-Quadrat in der evangelischen Kirche Oberaula

Einmal um die ganze Welt

Hoch professionell sorgte die Brass-Formation der Kapelle Blechquadrat mit einem bunten Strauß weihnachtlicher Lieder, teilweise frech arrangiert, am Samstagabend in der Oberaulaer Kirche für ein ansprechendes und kurzweiliges Hörerlebnis. Dafür sorgten auch Lokalmatador Björn Diehl und (im Hintergrund) Dirk Lindemann. Fotos Löwenberger

Oberaula, 90 Minuten Gänsehaut versprach Bürgermeister Klaus Wagner in seiner Funktion als Vorsitzender des Verkehrs- und Gewerbevereins Oberaula am frühen Samstagabend in der fast voll besetzten evangelischen Kirche.

Unter dem Motto „Fröhliche Weihnacht überall“ lud die Brass-Formation mit Akkordeon und Schlagzeug der Ottrauer Kapelle „Blech-Quadrat – das Original aus dem Rotkäppchenland“ zu einer musikalischen Reise um die Welt. So unterschiedlich wie die Welt war dann auch die Musik. Mal luden getragene, manchmal auch wenig bekannte Stücke zum stillen Zuhören ein, bei Volkstümlichen aus dem Alpenland wippten schon mal die Füße mit.

Klingende Glöckchen

Beim Swing aus Amerika durfte heftig mitgeklatscht werden und bei den Liedern um den Tannenbaum und dem klingenden Glöckchen waren die Besucher ausdrücklich aufgefordert, mitzusingen.

In höchster Qualität und mit vielen eigenen Arrangements schafften so die zwölf Musiker unter der Leitung von Patrick Grein ein wahrhaft abwechslungsreiches und stimmungsvolles Erlebnis.

So spielte Fabian Lotz während des „Aufenthaltes“ im Alpenland ein riesiges Alphorn von der Kanzel, der gebürtige Oberaulaer Stefan Völker brillierte mit einer gelungenen Performance an der Solo-Posaune und „Jingle Bells“ interpretiert als Mambo hört man selbst jetzt in der Weihnachtszeit nicht alle Tage, Nicht unerwähnt bleiben darf der Auftritt von Dirk Lindemann, der mit „Ihr von Morgen“ sehr authentisch an den vor ziemlich genau einem Jahr verstorbenen Udo Jürgens erinnerte. Bei „Felice Navidad“ und „When The Saints…“ kam das gesamte Gotteshaus ins Schwingen.

Wiehernde Pferde

Und dann ist da noch Lokalmatador und Startrompeter Björn Diehl, der mit seinen Trompeten nicht nur Pferde wiehern ließ und „Kling Glöckchen kling“ auf einer großen Muschel aus der Kambrik intonierte. Nach fast zwei Stunden und „Standing-Ovations“ spielte er bei der ersten Zugabe, „Gabriellas Song“ mit seiner Hoch-B Piccolo-Trompete als Frontmann dem einen oder anderen Zuhörer ein Tränchen ins Auge.

Von Bernd Löwenberger

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