Dauerregen vermasselte Autobahnfest

Aufbauen oder abhauen

Kirchheim. „Absagen oder durchziehen?“ Dieser Frage musste sich Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch am Sonntagmorgen schon vor 8 Uhr am Telefon stellen.

Denn draußen goss es wie aus Kübeln. Ähnlich ging es den Ausstellern des Autobahnfestes, die im Laufe der nächsten zwei Stunden auf dem unteren SVG-Hof im Regen standen und sich fragten: „Aufbauen oder abhauen?“

Was immer die Entscheidungen beeinflusste, nur etwas mehr als die Hälfte entschied sich schließlich zum Bleiben. Vermutlich spielte die Frage, ob man einen wasserdichten Stand erstellen konnte, eine entscheidende Rolle. So blieb die Zahl der Stände auf dem riesigen Hof durchaus überschaubar.

Nur am Mittag wars trocken

Gleiches galt im Laufe des gesamten Tages auch für die Anzahl der Besucher. Zwar ließ der Regen am späten Vormittag nach und um die Mittagszeit fiel kein einziger Tropfen, aber schon bald quollen erneut schwarze Wolken über den Eisenberg und zwängten sich tief hängend durch das Aulatal.

„Ergiebiger Regen für die nächsten drei Stunden“, zitierte gegen 13 Uhr ein Gast die Wetter-App seines Smartphones. Das aber spürten die Besucher auch am eigenen Leib und der Blick zum Himmel bestätigte die Prognose nur allzu eindeutig. „Schei… Wetter“, waren die wohl meist gesprochenen Worte des Tages.

Einig war man sich indes darin, dass Land- und Forstwirtschaft den Regen dringend brauchten, aber: Er hätte ja auch noch einen Tag warten können.

Ein Gutes hatte das Ganze am Ende dann doch noch: Es bildeten sich keine Schlangen und die Gäste mussten weder auf Essen noch auf Getränke warten. Einen trockenen Platz zum Verzehr zu finden, war dann allerdings schon etwas schwieriger. Ob Sonnen- oder Regenschirm oder im Schutz des Bierstandes: Ein Dach über dem Kopf war beim Kirchheimer Autobahnfest oberste Prämisse.

Lose für die Tombola

Gerade mal rund ein Dutzend Besucher versammelte sich während der Verlosung vor der Bühne und hoffte auf einen Preis aus der Tombola. Am Ende waren allerdings trotz gegenteiliger Befürchtungen des Bürgermeisters doch mehr Lose als Preise vorhanden.

Als Glücksfee durfte Jasmin, die Tochter des Bürgermeisters, die glücklichen Gewinner aus der „abgesoffenen Losbox“ ziehen.

Von Bernd Löwenberger

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