Oberaulaer Flair-Hotel erweitert in der Ortsmitte – neue Zimmer und Seminarräume

Ein Anbau für den Stern

Hier entsteht der neue Hoteltrakt: Bauherrin Elke Lepper und Architekt Albert Hess begutachten den Bauplatz, auf dem bis vor kurzem noch ein Mehrfamilienhaus stand. Im Hintergrund die bestehenden Gebäude des Flair-Hotels. Foto: Eisenberg

Oberaula. Nur einen Tag benötigte der große Abrissbagger, um ein Mehrfamilienhaus an der Hersfelder Straße in Oberaula in einen Schutthaufen zu verwandeln – und damit Platz zu schaffen für den Erweiterungsbau des benachbarten Flair-Hotels Zum Stern.

Nach den Plänen des Neuensteiner Architekten Albert Hess soll dort ein neues Gebäude mit Seminarräumen und Hotelzimmern entstehen. Der Neubau habe nicht das Ziel, die Bettenzahl zu erhöhen, betont Hotelchefin Elke Lepper. Vielmehr gehe es darum, den Betrieb fit für die Zukunft zu machen.

Etwa die Hälfte der Gäste in dem 68 Zimmer umfassenden Hotel komme aus dem Tagungsgeschäft, erläutert Elke Lepper. Die Tagungen seien kürzer geworden, die Ansprüche der Firmen, was Technik und Ausstattung der Seminarräume betreffe, aber deutlich gestiegen.

Herzstück des neuen Hoteltraktes sollen deshalb zwei 100 und 60 Quadratmeter große Seminarräume im Erdgeschoss sein, die bei Bedarf miteinander verbunden werden können. In der ersten Etage entstehen fünf Doppelzimmer, im zweiten Stock zwei Appartements und ein Doppelzimmer. Die zusätzlichen Kapazitäten möchte Elke Lepper nutzen, um kleinere Zimmer im älteren Teil des Hotels zusammenlegen und großzügiger gestalten zu können. Architekt Albert Hess hat bei seinen Entwürfen Wert darauf gelegt, mit Spitzdach und Gauben die regionaltypische Bauweise aufzugreifen. Gleichzeitig werde mit den verwendeten Materialien ein Kontrast zu dem benachbarten Fachwerkgebäude geschaffen. Zum Einsatz kämen Ton, Holz und Glas, „aber kein Kunsttstoff“, betont der Neuensteiner.

So soll es aussehen: Die Visualisierung des Architekturbüros Hess zeigt den Blick von der Hersfelder Straße aus. Im Vordergrund der Neubau, dahinter hell dargestellt der bestehende Fachwerk-Trakt. Entwurf: Architekturbüro Hess

Die Seminarräume seien mit Glasfronten versehen und ebenso wie die Hotelzimmer zum auf der Rückseite gelegenen Garten ausgerichtet. Über ein Gelenk aus Glas und Metall wird der verputzte Bau mit dem benachbarten Fachwerktrakt verbunden. Im Vergleich zum jetzt abgerissenen Mehrfamilienhaus aus den 1960er Jahren wird der Neubau einige Meter nach hinten versetzt. Dadurch entstehen vor dem Hotel weitere Parkplätze. „80 Prozent des Abbruchmaterials wird geschreddert und als Füllmaterial in den Baugrund eingebracht“, erklärt Albert Hess. Zudem bekomme das Gebäude Vorbauten mit teilweise begrünten Flachdächern. Großen Wert legt Hess darauf, dass das gesamte Gebäude durch einen Fahrstuhl barrierefrei erreichbar sein wird und mit zwei Treppenhäusern die neuesten Brandschutzauflagen erfüllt.

Eine Investitionssumme für den Neubau möchte Elke Lepper nicht nennen. Albert Hess geht davon aus, dass der Rohbau noch in diesem Jahr fertig wird. Bezugsfertig werde der neue Hoteltrakt voraussichtlich Mitte kommenden Jahres sein. (jce)

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