Hohenroda rechnet mit Rückgang der Gewerbesteuer

Verabschiedet: Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Hans-Albert Pfaff (links) und Bürgermeister Andre Stenda (rechts) zeichneten die ehemaligen Mandatsträger (von links) Helmut Müller, Herbert Hahner, Monika Mosebach, Willi Bittorf, Walter Becker, Ralf Sitzmann und Waldemar Köhl aus. Foto: Eisenberg

Ransbach. Der Soisbergturm wird in Kürze einen kleinen Bruder bekommen: Auf dem Spielplatz des kleinsten Hohenrodaer Ortsteils Soislieden soll ein neues Spielgerät aufgestellt werden, das optisch an das Ausflugsziel auf dem Berggipfel angelehnt ist.

Das haben die Hohenrodaer Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Ransbacher Bürgersaal einstimmig beschlossen. Weil das Vorhaben Bestandteil des Hohenrodaer Grünflächenkonzepts ist, übernimmt das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen rund 10 900 Euro der Gesamtkosten von insgesamt 17 300 Euro. Die verbleibenden knapp 6400 Euro werden von der Bürgerinitiative Aussichtsturm Soisberg getragen, sodass die Gemeindekasse nicht belastet wird. Einstimmig wurden auch die übrigen Beschlüsse des Abends gefasst: So vergab das Parlament die Planungsaufträge über rund 26 700 Euro für die grundhafte Erneuerung der Mühlstraße in Ransbach sowie der Bornstraße in Ausbach. Da es sich in beiden Fällen um Anliegerstraßen handelt, liegt der Gemeindeanteil bei 25 Prozent, die Anlieger werden mit 75 Prozent der Kosten veranlagt. Die Arbeiten beginnen im Herbst.

Vorerst nicht vergeben wurde hingegen der Bauauftrag für die Dachsanierung zweier Gruppenräume im Kindergarten Ausbach, weil bei der Ausschreibung nach Auskunft von Bürgermeister Andre Stenda kein Angebot für das Dach selbst abgegeben worden war. Nach dem Kreistag und der Gemeinde Philippsthal schloss sich jetzt auch das Hohenroder Parlament einer Resolution mit dem Titel „Arbeit und Umwelt vereinbaren“ an, die eine dauerhaft gesicherte Produktion im Kalirevier und damit den Erhalt der Arbeitsplätze zum Ziel hat. Die angespannte Lage bei dem Düngemittelhersteller trübte auch die Freude des Rathauschefs beim Bericht über den Haushaltsvollzug. Zwar weist der zweite Quartalsbericht ein positives Jahresergebnis von rund 900 000 Euro auf und der Haushalt ist genehmigt, allerdings werde auch in Hohenroda das Gewerbesteueraufkommen sinken. Dennoch bleibe der Ausgleich das Ziel.

Am Ende der Sitzung wurden die ausgeschiedenen Mandatsträger geehrt. Der langjährigen Parlamentspräsidentin Monika Mosebach wurde der Titel Ehrenvorsitzende der Gemeindevertretung verliehen, Bernd Göttlich und Helmut Müller wurden zum Ehrengemeindevertreter, Walter Becker zum Ehrenbeigeordneten und Ralf Sitzmann zum Ehrenmitglied des Ortsbeirats Ausbach ernannt. Die ehemaligen Gemeindevertreter Jürgen Ehses, Christian Strinisko, Ferdinand Fischer, die ehemaligen Beigeordneten Herbert Hahner und Waldemar Köhl sowie die ehemaligen Ortsbeiratsmitglieder Eberhard Fischer, Heike Maikranz, Holger Fey, Karin Brecht-Kattler, Katja Bahn, Kurt Fischer und Willi Bittorf erhielten Dankesurkunden.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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