Fettbrand und Schlussknall

Drittklässler der Grundschule Hohenroda erhielten Brandschutzerziehung

Atemschutz. Die Schüler durften auch einmal die Atemschutzausrüstung der Feuerwehrleute ausprobieren. Foto: Axt

Mansbach. Um halb neun heulte die Sirene im Hohenrodaer Ortsteil Mansbach. Mit vier Fahrzeugen rückten die Wehren der Gemeinde aus, um die Grundschule Hohenroda zu löschen.

Die Lehrerinnen verließen mit ihren Klassen ruhig und geordnet das Gebäude und warteten auf die Feuerwehr. Diese Alarmübung ging ohne Zwischenfälle gut über die Bühne. Für die meisten Kinder endete damit auch schon der aufregende Teil des Schultages und es ging zurück in die Klassen, wo der Unterricht nach Stundenplan weiterlief.

Für die 34 Schüler der Klassen 3a und 3b mit ihren Lehrerinnen Frau Münzel und Frau Schwab wurde es allerdings jetzt erst richtig spannend. Denn sie durften in den Feuerwehrfahrzeugen und zwei Mannschaftsbussen zur Brandschutzerziehung ins Feuerwehrgerätehaus nach Ransbach fahren. Dort wurden die Klassen nach einem gemeinsamen Frühstück in drei Gruppen aufgeteilt, die reihum nun verschiedene Stationen erkundeten.

Mit welchen Geräten sind eigentlich Feuerwehrautos ausgestattet und wie funktionieren diese? Die Antworten auf diese Fragen gab es auf dem Parkplatz vor der Großsporthalle. Hier waren alle vier Fahrzeuge der Gemeinde aufgestellt und jedes Kind konnte einmal mit einem Feuerwehrschlauch spritzen und ausprobieren, wie ein Spreitzer bedient wird.

Die Atemschutzgeräte wurden erklärt. Und wie die Welt durch eine Atemschutzmaske aussieht, erlebten alle hautnah. Im Unterrichtsraum lernten die Kinder anhand eines Hausmodells, wie sich Rauch in Gebäuden ausbreitet und warum Rauchmelder Leben retten. Bereits im Vorfeld hatten die Kinder im Unterricht gelernt, was die fünf W-Fragen bei einem Notruf bedeuten und worauf sie im Ernstfall achten müssen.

In der Fahrzeughalle erlebten die Schüler anschaulich, wie unterschiedlich schnell Gegenstände brennen. Auf einem Fragebogen waren verschiedene Materialien aufgelistet, bei denen angekreuzt werden sollte, ob etwas schnell, langsam oder gar nicht brennt. Dies führten zwei Feuerwehrmänner dann entsprechend vor.

Richtig heiß ging es auf dem B-Platz hinter dem Feuerwehrhaus nochmal zu. Mit großem Sicherheitsabstand erlebten alle, was bei einer Fettexplosion passiert und dass man Fett niemals mit Wasser löschen darf. Die Explosion einer Spraydose bildete den Schlussknall.

Wer jetzt gerne das eine oder andere noch einmal erleben und mehr über die Feuerwehr lernen will, kann in den drei Ortsteilen Ausbach, Ransbach und Mansbach gerne die Übungsstunden der Jugendfeuerwehr besuchen.

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