SPD will einen Bücherpoint zum kostenlosen Tausch einrichten

Zweite Chance für alte Bücher in Eiterfeld

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Wollen die Telefonzelle zum Bücherpoint ausbauen: Eberhard Günther, Christine Hohmann, Thilo Kister, Stefan Wolfschlag und Hubert Wittner (von links).

Eiterfeld. Nehmen und gehen, lesen und bringen – und das alles kostenfrei: In Eiterfeld soll auf Initiative der SPD ein so genannter Bücherpoint entstehen. Jeder, der nicht weiß wohin mit seinen Büchern, soll diese bringen können. Jeder, der sich für Bücher interessiert, soll diese kostenlos mitnehmen können. Als Standort soll die ausgediente Telefonzelle in der Einkaufspassage dienen.

Seit Jahren sucht Christine Hohmann (SPD) nach einem geeigneten Standort für solch einen wetterfesten Bücherstand. Zum ersten Mal gesehen hat sie so eine Bücherzelle in Frankfurt/M. am Merianplatz. Hohmann: „Das könnten wir doch auch in Eiterfeld machen, jeder hat doch Bücher zu Hause, die zu schade sind zum Wegwerfen. Aber sie sind ausgelesen und kosten Stauraum“.

Auch Hubert Wittner (SPD) ließ sich von dieser Idee anstecken und die ganze SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung suchte nach einem geeigneten Standort und stellte sich auch als Betreiber in Aussicht. Endlich entdeckten sie die ausrangierte Telefonzelle. Das Telefon war schon abmontiert und somit war die Telefonzelle nicht mehr nutzbar. Schnell war der Besitzer ausfindig gemacht. Es war Stefan Wolfschlag, der Betreiber der Postfiliale in Eiterfeld: „Klar könnt ihr die Telefonzelle haben, die schenke ich Euch“, zeigte er sich großzügig.

Keine Konkurrenz

In den nächsten Wochen soll die Telefonzelle büchergerecht ausgestattet werden. Dann kann das kostenlose Tauschgeschäft losgehen. Die Betreiber beteuern, dass sie sich nicht als Konkurrenz zu den gemeindlichen oder kirchlichen Büchereien sehen. Es sei eher eine Aktion, um der Wegwerfgesellschaft einen Gegenpol zu setzen. Und Angst vor Zerstörung muss hier auch keiner haben. Dieser Bereich ist videoüberwacht. (chd)

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