Vier Theateraufführungen von „Die Gedächtnislücke“ im Kolpinghaus Ufhausen

Die Heimat auf der Bühne

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Die Schauspieler der „Gedächtnislücke“: Petra Henkel, Heike Abel, Ralf Dietrich, Vanessa Jost, Reiner Fink, Eric Zecchin, Sophia Weider (stehend von links). Sitzend von links: Sarah Wiegand, Jochen Klinzing und Wilfried Hohmann.

UFHAUSEN. Alle Kulturbegeisterten können sich in Ufhausen auf ein Highlight der besonderen Art freuen. Auf dem Spielplan der örtlichen Theatergruppe steht am 1. und 2. sowie am 8. und 9. Dezember „Die Gedächtnislücke“ von Bernd Gombold. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Ufhausener Kolpinghaus.

Mit seiner Umsetzung des Bühnenstücks will der Regisseur Jochen Klinzing ins Schwarze treffen. Alles, was ein außergewöhnliches Theatererlebnis ausmacht, wird hier geboten: Liebe, Intrigen, Karriere, Missverständnisse und eine große Portion menschlicher Dummheit.

„Die Gedächtnislücke“ spielt in einer ländlichen Gemeinde. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind – angeblich – rein zufällig und nicht beabsichtigt. Doch des Öfteren hält der Zuschauer die Luft an. So auch, wenn der Amtsbote Sepp beim Kartenspielen den „Bauhof-Unimog“ der Gemeinde als Sicherheit einsetzt und allzu unschuldig fragt: „Wieso gefährlich? Ich hab’ ihn doch zurückgewonnen.“ Ein Schelm ist, bei wem da Assoziationen zu lebenden Personen in Eiterfeld geweckt werden.

Ortsvorsteher im Stress

Ortsvorsteher Franz ist beileibe nicht nur von seinem Job gestresst. Mindestens genau so viel Stress bereitet ihm seine Ehefrau Helene. Nach einem vergessenen Hochzeitstag hagelt es Vorwürfe. Dann kreuzt zu allem Überfluss auch noch die hochnäsige Frau Silberstein mitsamt ihrem Ehemann auf, um sich lautstark über den krähenden Hahn, die probende Musikkapelle und die läutenden Kirchenglocken zu beschweren. Anton, der leicht aufbrausende Vorsitzende der Musikkapelle, lässt sich das nicht so einfach gefallen. Des Streites überdrüssig will der Ortsvorsteher die Kirchenglocken eigenhändig abhängen.

Der Versuch geht schief und Franz erhält durch den Klöppel einen Schlag auf den Kopf. Dabei verliert er die Erinnerung an die letzten fünf Jahre. Praktisch, besonders für Abzocker Sepp. Der nutzt die Gunst der Stunde und befördert sich schnell in eine bessere Gehaltsklasse.

Sekretärin Hannelore sorgt mit einer Heiratsanzeige für zusätzlichen Trubel. Statt Hochzeitsglocken für die heiratswillige Rosalinde läuten bei den männlichen Mitspielern die Alarmglocken. Ein überdrehter Psychiater trägt dazu bei, dass die Lage in der Amtsstube eskaliert.

Unterhaltsamer Abend

Die Rollen sind wie auf die Schauspieler zugeschnitten und das Publikum darf sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen. Zur großen Generalprobe am 1. Dezember ab 10.30 Uhr sind wie jedes Jahr Bewohner mehrerer Altersheime ins Kolpinghaus Ufhausen eingeladen. Karten sind im Vorverkauf bei Nahkauf Klinzing in Ufhausen zu erhalten.

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